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Jan 20, 2021
Jan 20, 2021

Der 2020 CS:GO Ranglisten-Bericht

So funktioniert die Pinnacle Rangliste

Pinnacle Rangliste: 2020 gesamt

Astralis weiterhin stark

Der 2020 CS:GO Ranglisten-Bericht

In dieser Sonderausgabe der Pinnacle Rangliste lassen wir eines der einzigartigsten Jahre in der CS:GO-Geschichte Revue passieren.

So funktioniert sie

Wie bei anderen Ranglisten konzentriert sich auch die von Pinnacle auf dieselbe Auswahl von Leistungsmesswerten im Monatsvergleich. Unsere Rangliste unterscheidet sich jedoch in drei Schlüsseleigenschaften von denen, die andere Communitys anbieten. Weder das Prestige der Turniere noch die Preispools derselben sind ausschlaggebend. Die Ranglisten umfassen nur Leistungen bei Turnieren und in Ligen, einschließlich Qualifikationsrunden, die einen Preispool von mindestens 50.000 US$ aufweisen. Es werden jedoch keine Bonuspunkte für eine höhere Platzierung in diesen Turnieren vergeben, denn diese wird automatisch durch die Rangliste für positive Ergebnisse in Folge abgedeckt.

Skandinavien steht einmal mehr an der Spitze der Jahresbestenliste dieses FPS-Game-Klassikers. Abgesehen von diesem dominanten Jahr von SK  stand immer ein schwedisches oder dänisches Team an der Spitze dieser Liste.

Die Pinnacle Rangliste enthält auch eine Gewichtung basierend auf Moneylines. Alle Teams in den bewerteten Turnieren werden dahingehend bewertet, wie sie im Vergleich zu ihrer Preisgebung ageschnitten haben. Dies zählt zwar nicht für bestimmte Spreads, entweder Serien oder Karte, Rundendiskrepanz und Karten-Gewinnquoten sind jedoch abgedeckt.

Ein weiterer Unterschied zwischen unserer Rangliste und denen anderer ist der Zeitrahmen. Aufgrund der monatlichen Teilnahme und der häufigen Umsätze während der Szene in diesem Zeitrahmen werden Teams, die in dem jeweiligen Monat nicht gespielt haben, nicht in die Wertung einbezogen. Während Seiten wie HLTV Verfall mit in ihre Ranglisten einbeziehen, tun wir dies in unseren absichtlich nicht, um so unrichtige Annahmen von Level-Veränderungen basierend auf entfernte Ergebnisse zu vermeiden.

Und schließlich wird die Rangliste auch keinem „Sehtest“ unterzogen. Auch wenn es nicht richtig scheinen mag, weniger prestigeträchtige Teams über den etablierten Top-5 zu sehen, ist es das Ziel, die Performance über die Dauer von allein einem Monat zu messen. Diese Einträge dienen ausschließlich der kontextabhängigen Wettanalyse, es wird jedoch eine Funktion geben, die einen Ausblick auf zukünftige Turniere bietet.

Pinnacle Ranglisten-Bericht 2020

In dieser Sonderausgabe der Pinnacle Rangliste lassen wir eines der einzigartigsten Jahre in der CS:GO-Geschichte Revue passieren.

In den letzten sieben Monaten des Jahres 2020 und damit in der ersten „Online-Ära“ bot die Pinnacle Rangliste monatlich die besten Teams bei den bestrenommierten Turnieren. 88 Teams, die mindestens vier Karten spielten, wurden bewertet, was insgesamt über 1100 Spielen entspricht.

Dabei haben wir die Ergebnisse, die über diese individuellen Proben hinausgehen, gar nicht mitgezählt. Zusätzlich gab es einen Zeitraum vor dem COVID-Shutdown, in dem wir ein wenig Offline-Action sehen konnten. Die Ergebnisse wirkten sich stark auf einige Teams auf dieser Liste aus.

Ergebnisse bei der Wohltätigkeitsveranstaltung Gamers Without Borders 2020 flossen zum Beispiel nicht in diese Rangliste ein. Es war übrigens das einzige Turnier, das die Anforderungen für den Preispool erfüllte, aber ausgelassen wurde. Grund dafür war, dass das Event zwei neue Karten zugefügt hatte, die 2020 im professionellen Umfeld nicht eingesetzt worden waren. Außerdem waren in diesem Kartenformat statt der üblichen 16 nur 13 Karten für einen Sieg erforderlich.

Und nicht nur Events wurden in der Liste nicht berücksichtigt. Gambit hatte die beste Kill/Death-Quote, die Werte im Turnier-Gesamtvergleich waren jedoch zu niedrig für eine Berücksichtigung. Zu erwähnen sei, dass Gambit nur gegen drei Teams unserer Liste angetreten ist: Natus Vincere; Astralis und Complexity – wobei nur gegen letzteres Team ein Sieg gelang.  Vielleicht findet 2021 die CIS-Organisation zu alter Stärke zurück!

Rückblickend auf unsere Monats-Ranglisten 2020 waren die besten CS:GO-Teams folglich:

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Die Rangliste 2020 erklärt

Skandinavien steht einmal mehr an der Spitze der Jahresbestenliste dieses FPS-Game-Klassikers. Seit Anbeginn von CS:GO waren nur die Brasilianer von SK Gaming in der Lage, den Nordlichtern den Titel des Weltbesten zu entreißen (2016 und 2017). Vor und nach 2016 und 2017 stand immer ein Team aus Schweden oder Dänemark ganz oben.

Obwohl Astralis unsere Rangliste und einige weitere anführte, bot das Jahr 2020 dem Team einige Herausforderungen. Nach Abschluss des Frühlings und der Frühphase des Online-Circuits gab es massenweise Gerüchte und Spekulationen in den Medien über Konflikte innerhalb der Organisation. In gewisser Weise fanden diese Gerüchte eine Bestätigung, als die Dänen das erste Team in der Geschichte von CS:GO wurde, das seinem Kader permanent einen sechsten aktiven Spieler hinzufügte.

88 Teams, die mindestens vier Karten spielten, wurden bewertet, was insgesamt über 1100 Spielen entspricht.

Des Weiteren erntete das Team reichlich Community-Spott, als es hieß, dass Astralis-Mitglieder Ruhepausen benötigten, weil sie unter der Intensität des Spielplans eines Top-Teams sowie ihren offiziellen Trainingsspielen litten. In diesem Zeitraum wurden drei neue Spieler eingewechselt, was sich negativ auf die Form auswirkte. Das war auch die einzige Zeit dieses Jahres, in der die Preiseinstufung des Teams kontinuierlich unter 50 % lag.

Insgesamt spielte Astralis im abgelaufenen Jahr 191 Karten und traf in 65 % dieser Spiele auf Gegner der schwierigsten Stufe. Trotzdem beanspruchte das Team die besten Karten- und Spielbilanzen (68 % und 70 %) von allen, die eine vergleichbare Anzahl Spiele gegen ähnlich starke Gegner absolviert hatten. Noch beeindruckender dabei ist, dass Astralis bei allen sechs gespielten Karten, eine Gewinnrate von 59 % erzielte – 58 % auf der CT-Seite und 51 % von der angreifenden T-Seite.

Astralis konnte eine in 10 von 12 gespielten Hälften eine positive Conversion-Rate erzielen, obwohl das Team neun verschiedene Aufstellungen ins Rennen schickte. Eine Seite einer Karte stach jedoch hervor: CT Inferno. Wettbewerbsübergreifend sank der Counter-Terrorist-Hold des Teams 2020 um 2–5 %, gleichbedeutend mit einer wesentlichen Veränderung der Meta. Astralis erzielte fast 63 % Conversions bei seinen Verteidigungsrunden. FURIA lag als Zweitplatzierter unserer Liste satte 9 % dahinter.

Sie denken jetzt vielleicht: „Na und? Das ist ja nur eine Seite der Karte.“ Schauen wir aber mal auf die Bedeutung sowohl der Statistiken als auch der Karte. Die meistgespielte Karte aller Zeiten ist Mirage, die im Laufe des gesamten Jahres ganz klar zur permanent blockierten Karte der Dänen wurde. Gleich dahinter steht Inferno. Seit 2019 spielt Inferno aber nicht mehr die zweite Geige hinter Mirage, sondern war in den vergangenen zwei Jahren die am häufigsten in Turnieren gewählte Karte. Auch wenn das nicht für alle Turniere und alle Wettbewerbsstufen gilt, war sie doch immer an der Spitze oder im oberen Bereich vertreten.

Dass Astralis' beste Karte mit einer Gewinnquote von 77 % eine der meistgespielten Karten ist, ist für Gegner aller Wettbewerbsstufen sicher Grund zur Sorge. Die Dänen waren auf dieser Karte zwar nicht perfekt und verloren sie neun Mal an sechs verschiedene Teams, doch nicht ein Team hatte eine positive Bilanz gegen sie. Fnatic und Vitality, jeweils mit Bilanzen von 2:2 und 1:1, kamen dem noch am nächsten. Die andere bedeutende Eigenschaft dieser Karte ist, wie oft sie Paarungen entscheidet. Auch hier dominierten die Dänen und erzielten eine Gewinnquote von 80 %, wenn die Karte als dritte gespielt wurde.

Auch bei der Rentabilität lag Astralis ganz weit vorn. Obwohl die Dänen im Durchschnitt die niedrigsten Quoten im gesamten Feld hatten, sie also die Besten der Besten waren, hätten Wettanbieter im Jahr 2020 noch über 10,5 Punkte Profit bei blinden Moneyline-Wetten auf Astralis gemacht. Ließe man die Spiele mit Jakob „JUGi“ Hansen und Marco „Snappi“ Pfeiffer aus, als das Team die längste Niederlagenserie in fast drei Jahren erlitt, sechs von sieben Spielen verlor und die Quote so verlockend war wie schon lange nicht, wäre das fast eine Verdopplung dieses Gewinns. Und noch besser, wenn man nur in Best-of-Three- und Best-of-Five-Matches auf die Dänen gesetzt hätte. Nachher ist man immer schlauer, was?

Wir sind uns nicht ganz sicher, was wir vom Circuit im Jahr 2021 erwarten können. Die Turnierorganisation, Teams und Fans waren dieses Jahr aber wieder fantastisch, also sind wir zuversichtlich, dass auch das nächste Kalenderjahr erstklassige CS:GO-Action bieten wird.

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Der Autor

Adam Boothe

Adam landed in the world of esports betting by happenstance and with no premeditated notions it would ever be a long term endeavour. With few individuals having years of experience working on esports, and many less being willing to share, his articles cater to novice and veterans alike. Adam's approach is centered on bringing traditional trading methodology to the esports niche.

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