Vor zwei Wochen
Jun 2, 2021

Die Geschichte der Europameisterschaft

Der Ursprung der Europameisterschaft

Wer hat die meisten EM-Titel gewonnen?

Wer hat die meisten EM-Tore geschossen?

Zahlen und Fakten der EM-Geschichte

Die Geschichte der Europameisterschaft

Die EM 2020, die 16. Ausgabe der UEFA Fußball-Europameisterschaft, beginnt am 11. Juni 2021. Wir liefern Ihnen alles, was Sie vor der EM über das wichtigste europäische Fußballturnier wissen müssen, einschließlich vieler interessanter Statistiken, Zahlen und Fakten aus der Turniergeschichte.

Der Ursprung der Europameisterschaft

Die Idee eines Fußballturniers für europäische Nationalmannschaften wurde erstmals 1927 vom Generalsekretär des französischen Fußballverbands Henri Delaunay ins Spiel gebracht. Seinen Namen trägt auch die Trophäe, die die siegreiche Mannschaft erhält. Aufgrund verschiedener Faktoren, darunter auch der Zweite Weltkrieg, wurde die erste Ausgabe erst gute drei Jahrzehnte später ausgetragen, und zwar 1958 unter dem Namen Europapokal der Nationen.

Die EM 2020 ist nun die 16. Ausgabe der UEFA Fußball-Europameisterschaft.

Damals bestritten 17 Länder über zwei Jahre K.O.-Partien bestehend aus Hin- und Rückspielen, um sich für das Endturnier in Frankreich zu qualifizieren. Die Tschechoslowakei, Frankreich, die UdSSR und Jugoslawien setzten sich letztendlich durch, und am 10. Juli 1960 fand im Pariser Prinzenpark das Finale statt, in dem die Sowjetunion Jugoslawien nach Verlängerung mit 2:1 besiegte.

Das Turnier erfreute sich unmittelbar verstärkter Beliebtheit, und für Spanien '64 und Italien '68 traten 29 bzw. 31 Länder zur Qualifikation an. 1968 hieß das Turnier auch erstmals offiziell UEFA Fußball-Europameisterschaft. Beim Prämierenturnier 1960 in Frankreich fehlten noch große Namen wie England, die BRD und die Niederlande, sie kamen nach und nach aber mit hinzu.

Das Finalturnier wurde 1980 auf acht Mannschaften ausgeweitet, bei dem die Gruppensieger der beiden Vierergruppen ins Finale einzogen und die Zweitplatzierten das Spiel um Platz drei bestritten. Beginnend mit dieser Ausgabe musste sich die gastgebende Nation auch nicht mehr für das Turnier qualifizieren, sondern ging automatisch in einer der Gruppen an den Start.

Für 1984 erfuhr dieses Format eine kleine Änderung: Das Spiel um Platz drei wurde abgeschafft und die beiden Gruppenersten der beiden Vierergruppen zogen von nun an in die Halbfinalspiele ein. Frankreichs Michel Platini traf sage und schreibe neun Mal in nur fünf Spielen und ist damit bis heute EM-Rekordtorschütze, was Tore von einem Spieler bei einem EM-Turnier betrifft.

Die EM '92 hielt eine riesige Überraschung bereit: Dänemark sicherte sich den Titel, ohne sich zuvor sportlich für das Turnier qualifiziert zu haben. Das Team trat als Nachrücker für Jugoslawien an, das wegen der politischen Lage auf dem Balkan vom Turnier ausgeschlossen worden war, und schlug den amtierenden Weltmeister Deutschland im Finale mit 2:0.

EM-Ausrichter und -Gewinner

Turnier

Gastgeber

Champions

Zweitplatzierter

Bester Spieler

EM '60

Frankreich

Sowjetunion

Jugoslawien

-

EM '64

Spanien

Spanien

Sowjetunion

EM '68

Italien

Italien

Jugoslawien

EM '72

Belgien

BRD

Sowjetunion

EM '76

Jugoslawien

Tschechoslowakei

BRD

EM '80

Italien

BRD

Belgien

EM '84

Frankreich

Frankreich

Spanien

EM '88

BRD

Niederlande

Sowjetunion

EM '92

Schweden

Dänemark

Deutschland

EM '96

England

Deutschland

Tschechische Republik

Matthias Sammer (Deutschland)

EM 2000

Belgien und die Niederlande

Frankreich

Italien

Zinedine Zidane (Frankreich)

EM 2004

Portugal

Griechenland

Portugal

Theodoros Zagorakis (Griechenland)

EM 2008

Österreich und die Schweiz

Spanien

Deutschland

Xavi (Spanien)

EM 2012

Polen und die Ukraine

Spanien

Italien

Andres Iniesta (Spainien)

EM 2016

Frankreich

Portugal

Frankreich

Antoine Griezmann (Frankreich)

Die EM heute

Bei der EM '96 bestand das Teilnehmerfeld erstmals aus 16 Teams, die in vier Vierergruppen ausspielten, wer als Gruppenerster und -zweiter ins Viertelfinale einzog. Im Finale schlug Deutschland die Tschechei, als Oliver Bierhoff mit einem Golden Goal zum 2:1 das Spiel in der Verlängerung entschied – und diese Regel zum ersten Mal in einem großen internationalen Turnier zum Einsatz kam.

Die Niederlande und Belgien waren im Jahr 2000 die ersten Co-Gastgeber einer EM. Österreich und die Schweiz sowie Polen und die Ukraine taten es ihnen bei den EM-Turnieren 2008 und 2012 nach. Das folgende Turnier im Jahr 2004 gewann Griechenland – es war erst das zweite Mal, dass sich das Land für eine EM hatte qualifizieren können – und landete damit einen der größten Überraschungserfolge in der Geschichte des Fußballs.

Mit Spaniens EM-Triumph 2012 gewann erstmals der Titelverteidiger das Turnier, und zum ersten Mal hatte ein Land drei große Turniere in Folge gewonnen (EM 2008, WM 2010 und EM 2012).

Für die EM 2016 wurde das Turnierformat erneut geändert. Nun traten 24 Teams in der Endrunde an, und erstmals wurde ein Achtelfinale ausgetragen. Die EM 2020, die wegen der Covid-19-Pandemie nicht geplant im vergangenen Jahr stattfinden konnte, ist die erste Ausgabe des Turniers, die keine feste Gastgebernation hat, sondern in elf verschiedenen Ländern ausgetragen wird. Halbfinale und Finale finden zum Abschluss allesamt im Londoner Wembley-Stadion statt.

Wer hat die meisten EM-Titel gewonnen?

Die Ehre des erfolgreichsten EM-Teams teilen sich Deutschland (einschließlich der Teilnahmen als BRD) und Spanien, die beide je dreimal triumphieren konnten. Nur Frankreich konnte ansonsten das Turnier mehr als einmal gewinnen, und zwar zweimal, und sieben andere Länder waren je einmal erfolgreich.

Deutschland hält mit sechs Endspielen auch den Rekord für die meisten Finalteilnahmen, gefolgt von Spanien und der Sowjetunion mit je vier und Frankreich und Italien mit je drei.

EM-Gewinner

Team

Siege

Jahre

Deutschland

3

1972, 1980, 1996

Spanien

3

1964, 2008, 2012

Frankreich

2

1984, 2000

Tschechoslowakei

1

1976

Dänemark

1

1992

Griechenland

1

2004

Italien

1

1968

Sowjetunion

1

1960

Niederlande

1

1988

Portugal

1

2016

Wer hat die meisten EM-Tore geschossen?

Wie erwähnt hält Michel Platini mit seinen neun Toren bei der EM '84 nach wie vor den Torrekord – zusammen mit Cristiano Ronaldo, der auf ebenso viele Treffer kommt. Platini kam jedoch auf eine Quote von 1,8 Toren pro Spiel, während Ronaldo seine neun Tore in bisher 21 EM-Spielen erzielte.

Platini hält auch den Rekord für erzielte Tore in einem einzigen EM-Turnier. Antoine Griezmanns sechs Tore für Frankreich bei der EM 2016 war das einzige Mal, dass ein Spieler mehr als fünf Tore bei einer Europameisterschaft schoss.

Während bisher keinem Spieler mehr als drei Tore in einem EM-Spiel gelungen sind, gab es in der Turniergeschichte schon acht Mal einen Dreierpack. Zwei davon erzielte Platini bei der EM '84 – zuletzt gelang dieses Kunststück Spaniens David Villa beim 4:1 über Russland (EM 2008).

EM-Torschützenliste aller Zeiten

Spieler

Land

Tore

Michel Platini

Frankreich

9

Cristiano Ronaldo

Portugal

Alan Shearer

England

7

Nuno Gomes

Portugal

6

Antoine Griezmann

Frankreich

Thierry Henry

Frankreich

Zlatan Ibrahimovic

Schweden

Patrick Kluivert

Niederlande

Wayne Rooney

England

Ruud van Nistelrooy

Niederlande

Zahlen und Fakten der EM-Geschichte

Wenig überraschend hält Deutschland so einige EM-Rekorde, darunter die meisten Teilnahmen (12), die meisten Spiele (49), die meisten Siege (26) und die meisten erzielten Tore (72). Deutschland und Portugal zogen am häufigsten von ihrer Gruppe in die nächste Runde ein (je sieben Mal).

Beide Mannschaften schossen in jedem Spiel der EM '76 je ein Tor – das Turnier bot auch den höchsten Torschnitt pro Spiel der EM-Geschichte  (4,75).

Deutschlands Nationaltrainer Joachim Löw, der nach der EM 2020 von seinem Posten zurücktreten wird, ist zudem der Trainer mit den meisten Spielen (17) und Siegen (11) der Turniergeschichte. Lars Lagerbäck kann am meisten EM-Teilnahmen vorweisen (vier), und Otto Rehhagel gelang es als einzigem Trainer, die EM mit einem Land zu gewinnen, die nicht sein Heimatland war (Griechenland, EM 2004).

Insgesamt 13 Spieler haben die EM zweimal gewonnen, und Rainer Bonhof (BRD, 1972 und 1980) ist der einzige, der nicht den siegreichen Kadern der Spanier angehörte (EM 2008 und 2012). Cristiano Ronaldo hat am meisten EM-Spiele bestritten (21) und teilt sich den Rekord für die meisten EM-Siege (11) mit den Spaniern Cesc Fabregas und Andres Iniesta.

In vier EM-Spielen konnte ein Team mit fünf Toren Unterschied gewinnen – zuletzt gelang das Schweden bei der EM 2004 (5:0 gegen Bulgarien). Jugoslawiens 5:4-Sieg gegen Frankreich bei der EM '60 war das torreichste Spiel in der Turniergeschichte, während die Niederlande den Rekord für die meisten von einer Mannschaft in einem Spiel erzielten Tore halten (6:1-Sieg gegen Jugoslawien bei der EM 2000).

Was unliebsame Rekorde angeht, halten Dänemark und Russland jenen für die meisten EM-Niederlagen (14), und Deutschland musste die meisten Gegentore hinnehmen (48). Österreich, Slowenien und Lettland sind als einzige Teams bei Europameisterschaften noch sieglos, während Albanien, Lettland und Norwegen von allen Ländern die wenigsten Tore erzielt haben, nämlich genau je eines.

Vergessen Sie nicht, unsere Vorschauen für alle sechs Gruppen bei der EM 2020 zu lesen: Gruppe A, Gruppe B, Gruppe C, Gruppe D, Gruppe E, Gruppe F.

Freuen Sie sich schon auf die EM 2020? Gewinnen Sie mit Pinnacle auf Ihre Art und sehen Sie sich die neuesten Quoten für die EM 2020 an, mit Märkten auf jedes Spiel und die Gruppe, den Gesamtsieg und vieles mehr.

Wettressourcen – Für bessere Wetten

Die Wettressourcen von Pinnacle sind eine der umfangreichsten Sammlungen von Expertenratschlägen zum Thema Wetten im Internet. Sie richten sich an alle Erfahrungslevel mit dem Ziel, den Wettenden wertvolles Wissen zu vermitteln.