Nov 16, 2016
Nov 16, 2016

Die Geschichte der Lotterie

Die Geschichte der Lotterie
Der Traum vom Lottogewinn ist seit jeher ein integraler Bestandteil der menschlichen Geschichte. Politiker, Philosophen, Kaiser und nicht zuletzt Lottogewinner haben alle auf unterschiedliche Weise davon profitiert. Aber wer hat die Lotterie erfunden und warum? Welche historischen Persönlichkeiten haben am meisten von Lotterien profitiert und wie? Lesen Sie weiter, um die erstaunliche Geschichte der Lotterie von ihren Anfängen bis heute zu kennenzulernen.

Auch wenn die ersten Anzeichen einer Lotterie bis zur Han-Dynastie in China um 200 v. Chr. zurückreichen, wurde die Lotterie, wie wir sie heute kennen, erst vom römischen Kaiser Augustus, dem Adoptivsohn Julius Caesars, erschaffen.

Lotterien als Steuereinnahmequelle im Alten Rom

Damals war die Stadt Rom dringend renovierungsbedürftig, doch die Einwohner zahlten bereits so hohe Steuern, dass weitere Erhöhungen zu Unruhen geführt hätten. Augustus hatte als Erster die Idee, eine Lotterie zu organisieren, um Einnahmen zu generieren und gleichzeitig seine Popularität zu steigern. Mehr als zwei Jahrtausende nach Augustus nutzen Regierungen bis heute Lotterien als Einnahmequelle für öffentliche Projekte.

Augustus hatte als Erster die Idee, eine Lotterie zu organisieren, um Einnahmen zu generieren und gleichzeitig seine Popularität zu steigern.

Ca. 200 Jahre später hegte ein weiterer römischer Kaiser namens Elagabal besonderes Interesse an Lotterien. Was als Spiel mit Preisen wie Sklaven und Land begann, wurde bald zu einer öffentlichen Zwangslotterie, bei der Lose mit einem Katapult in die Menge geschossen wurden.

Auch aufgrund der Tatsache, dass zusammen mit den Losen lebendige Schlangen und Preise wie Wespen, Bienen, tote Tiere und Todesurteile vergeben wurden, wurde der junge Kaiser bereits im Alter von 18 Jahren ermordet.

Wie Voltaire mit der Lotterie ein Vermögen machte

Erst als der unter seinem Pseudonym bekannte französische Philosoph Voltaire den Mathematiker Charles Marie de La Condamine traf, wurde er finanziell unabhängig. Die beiden Männer lernten sich bei einer Abendgesellschaft kennen, bei der La Condamine ihm einen Plan vorschlug, der die beiden unvorstellbar reich machen würde.

Die französische Regierung hatte eine Lotterie ins Leben gerufen, um die Bevölkerung zum Kauf von Anleihen zu animieren. Jeder Besitzer einer Anleihe konnte ein Lotterielos für 1/1000 seines Anleihewerts erwerben, und die Gewinner würden einen Jackpot in Höhe von 500.000 Livres – einen für die damaligen Verhältnisse unglaublichen Betrag – gewinnen.

Die französische Regierung war mathematisch allerdings nicht besonders begabt. Der Jackpot war nicht vom Preis der Anleihe abhängig, und La Condamine bemerkte, dass er seine Gewinnchancen durch den Kauf der günstigeren Anleihen enorm steigern konnte.

La Condamine und Voltaire bildeten mit einer Gruppe reicher Mäzene eine Spielgemeinschaft und teilten sich das Preisgeld. Nach Jahren mit zahlreichen Gewinnen erkannte die Regierung ihr System und brachte sie vor Gericht, wo jedoch bewiesen wurde, dass sie nichts Illegales getan hatten. Dieser Reichtum gab Voltaire die Freiheit, den Rest seines Lebens dem Schreiben zu widmen.

Lotterien und US-Präsidenten 

Die Gründerväter der Vereinigten Staaten nutzen die Lotterie ausgiebig, sowohl für politische als auch für persönliche Ziele. Von George Washington bis Benjamin Franklin, sie alle riefen Lotterien im Namen der Freiheit und Finanzierung ins Leben.

Kein anderer US-Präsident verteidigte Lotterien so vehement wie Thomas Jefferson, der später versuchte eine Lotterie zu veranstalten, um seine Schulden zu bezahlen.

Im Jahr 1747 waren nicht bewaffnete Männer das dringendste Problem, sondern Geldmangel. Franklins Lösung war die Durchführung einer Lotterie, und sie war so erfolgreich, dass er damit prahlte, dass die Lotterie in Philadelphia so viele Lose in sieben Wochen verkaufte wie in New York und New England in sieben Monaten an den Mann gebracht wurden. Mit den Einnahmen kaufte er eine Kanone zum Schutz Philadelphias.

Ca. 30 Jahre später versuchte George Washington eine Lotterie zu veranstalten, um den Bau einer Straße durch die Allegheny Mountains in Virginia und eines Ferienorts in dem Gebiet, das heute als The Homestead, Hot Springs, Virginia, bekannt ist, zu finanzieren.

Das Vorhaben scheiterte jedoch teilweise aufgrund der großen Anzahl an Lotterien zur damaligen Zeit. Die Lose waren von George Washington unterschrieben und sind heutzutage beliebte Sammlerstücke. Der letzte Preis für eines der verbleibenden 25 Lose, das im Jahr 2006 verkauft wurde, betrug 13.500 $.

Doch niemand verteidigte Lotterien so vehement wie Thomas Jefferson. Jefferson versuchte gemeinsam mit seinem Enkelsohn, eine Lotterie zu veranstalten, um seine Schulden zu bezahlen. Um den Gesetzgeber in Virginia von seinem Vorhaben zu überzeugen, schrieb er die berühmten Worte: „Alles andere als unmoralisch, sind sie unverzichtbar für die Existenz der Menschheit“. Zu seinem Glück starb er, bevor sich zeigte, dass seine Idee nicht funktionierte.

Lotterien regen seit Jahrhunderten die Fantasie der Menschen an und sind trotz der verschwindend geringen Chancen auf einen Jackpotgewinn, der das Leben des Gewinners verändert, bis heute sehr beliebt. Doch wie gering sind die Chancen genau und was können Sie tun, um in der Lotterie Geld zu verdienen? Das erfahren Sie in unserem Artikel Wie sind die echten Gewinnchancen in der Lotterie? 

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