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Feb 11, 2016
Feb 11, 2016

Eine Reise durch die Geschichte des Glücksspiels

Eine Reise durch die Geschichte des Glücksspiels
Das Glücksspiel ist eines der ältesten Freizeitvergnügen der Welt. In grauer Vorzeit diente das Wetten allein der Unterhaltung, und der Wettausgang wurde als Laune der Götter interpretiert. Inzwischen hat sich das Glücksspiel zu einer der außergewöhnlichsten Methoden entwickelt, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die Geschichte dieses Wandels ist für alle, die professionell wetten möchten, sowohl interessant als auch relevant.

Allein in den USA betrug der von Casinos und Lotterien erzielte Gewinn im Jahr 2006 $57 Milliarden und überstieg damit bei weitem den durch den Verkauf von Kinokarten und Musik erzielten Gewinn von $20 Milliarden sowie den von McDonalds, Burger Kind, Wendy‘s und Starbucks insgesamt erzielten Gewinn von $28 Milliarden.

Und dennoch ist Glücksspiel häufig verpönt. Wenn du diesen Artikel liest, erfährst du mehr darüber, warum dies der Fall ist und wie sich ein Glücksspieler von einem intelligenten Wettenden unterscheidet.

Am Anfang stand das Glück

Die früheste aufgezeichnete Form des Glücksspiels in der Menschengeschichte geht wohl auf das frühe China um das Jahr 2300 v. Chr. zurück. Damals ging es jedoch nicht um die Unterhaltung. Anscheinend wurde in jener Zeit durch Würfeln das Schicksal ganzer Gebiete besiegelt. Dies war auch in Europa der Fall. Im Jahr 100 v. Chr. wurde der Streit um den Bezirk Hising zwischen König Olaf von Norwegen und König Olaf von Schweden zugunsten des schwedischen Königs entschieden, da dieser zwei aufeinanderfolgende Sechsen würfelte (Chance von 1:36).

Das Glücksspiel wurde als eine Metapher für das Leben gesehen. Plinius der Ältere schrieb im 1. Jahrhundert: „Wir sind dem Zufall so unterworfen, dass sich der Zufall selbst an die Stelle Gottes stellt.“

Wetten auf Sportveranstaltungen sind dagegen eine Erfindung aus Griechenland, der Heimat der Olympischen Spiele. Vor Tausenden von Jahren wurden Wettkämpfe unter Athleten, wie Wettläufe oder Diskuswurf, in verschiedenen Städten abgehalten, und die Sieger erhielten ein Preisgeld. Das große Geld wurde jedoch auf den Zuschauertribünen gemacht, wo ganze Ländereien als Einsatz dienten.

Noch beliebter waren Sportwetten bei den alten Römern, die durch hohe Wetteinsätze teilweise nicht nur ihre materiellen Reichtümer, sondern sogar ihre Freiheit verloren. Im alten Rom war von Würfeln über Knochen, Brettspiele und Streitwagenrennen alles gut für Wetten. Dabei kamen auch „magische“ Bleitafeln zum Einsatz, die dem Rivalen Pech oder sogar den Tod bringen sollten.

Das Glücksspiel wurde als eine Metapher für das Leben gesehen. Plinius der Ältere schrieb im 1. Jahrhundert: „Wir sind dem Zufall so unterworfen, dass sich der Zufall selbst an die Stelle Gottes stellt.“

Es werde Licht

Erst in der Renaissance wurde das Risiko in wissenschaftlichen Studien untersucht, was zur Erschließung der faszinierenden Welt der Wahrscheinlichkeit führte. Diese bildet heute die Basis des modernen Risikomanagements, das sowohl Buchmacher als auch professionelle Wettende nutzen.

Die Renaissance war eine Zeit des religiösen Aufruhrs, der außergewöhnlichen Innovation und einer neuen, energischen Herangehensweise an die Wissenschaft, die dem Mystizismus den Garaus machte. Im Jahr 1654 forderte Chevalier de Mere, ein französischer Adliger mit einem Faible für Glücksspiel und Mathematik, den berühmten Mathematiker Blaise Pascal heraus, ein Rätsel zu lösen, das etwa 200 Jahre zuvor von Luca Pacioli entwickelt worden war. Kein Mathematiker hatte dieses Rätsel bisher zu lösen vermocht. Pascal bat Pierre de Fermat, einen Rechtsgelehrten und Mathematiker, um Hilfe.

Ihre gemeinsamen Überlegungen beendeten die Ära des Aberglaubens im Zusammenhang mit der Risikofreudigkeit. Was wie eine Trivial-Pursuit-Version aus dem 17. Jahrhundert aussieht, führte zur Entdeckung der Wahrscheinlichkeit, der mathematischen Basis für das Risikomanagement.

Im Lauf der Jahre entwickelten Mathematiker die Wahrscheinlichkeitstheorie vom Steckenpferd eines Glücksspielers zu einem leistungsstarken Hilfsmittel für das Organisieren, Analysieren und Anwenden von Daten – wertvolle Theorien der Mengenlehre, die wir heute in allen Bereichen unseres Lebens verwenden, von Meinungsumfragen über Aktienkäufe bis hin zu Weinproben und Medikamententest.

Glücksspiel oder intelligentes Wetten? Du hast die Wahl!

„Risiko entsteht dann, wenn Anleger nicht wissen, was sie tun“, sagte Warren Buffet, der amerikanische Selfmade-Milliardär und Investor.

Der DUDEN definiert Risiko als „möglicher negativer Ausgang bei einer Unternehmung, mit dem Nachteile, Verlust, Schäden verbunden sind“. Der amerikanische Selfmade-Milliardär Warren Buffet sagte: „Risiko entsteht dann, wenn Anleger nicht wissen, was sie tun.“

Aus etymologischer Sicht stammt das Wort „Risiko“ vom frühitalienischen rischiare ab, was „wagen“ bedeutet. So gesehen ist das Risiko eine Wahl und kein Schicksal. 

Wenn wir dem Rat des erfolgreichen Investors glauben, stehen unsere Handlungen in direktem Zusammenhang mit dem Wissen, das wir haben. Folglich ist für den Erfolg nicht das Glück entscheidend, sondern die richtige Wahl. Zumindest gilt dies für jene, die die menschliche Leidenschaft für Wetten in Profite umwandeln möchten. 

Du möchtest dein Wissen weiter vertiefen? Wir haben den Leiter unserer Sportwetten-Abteilung gebeten, uns die besten Bücher zu diesem Thema zu nennen. Erfahre, welche Titel er empfiehlt. Mach dich auf eine Überraschung gefasst!

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