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Okt 17, 2017
Okt 17, 2017

Unterschiede bei Handicap-Wetten in den verschiedenen Sportarten

Was sind Handicap-Wetten?

Entwicklung von Strategien für Handicap-Wetten

Warum einige Sportarten Handicap-Kennzahlen haben

Unterschiede bei Handicap-Wetten in den verschiedenen Sportarten

Handicap-Wetten werden meist als eine erweiterte Form von Dreiweg- oder Moneyline-Wetten angesehen. Manche Wettende finden Handicap-Wetten zu kompliziert, dabei bieten diese eine besondere Möglichkeit, um Gewinnchancen für ein Spiel mittels eines positiven oder eines negativen numerischen Werts (dieser Wert wird Handicap genannt) auf beide Seiten zu verteilen. 

Was sind Handicap-Wetten?

Kurz gesagt ist ein Handicap ein Wert, der vom Buchmacher mit dem Ziel festgelegt wird, die Gewinnchance beider Seiten in einem Match auszugleichen. Dem Favoriten wird normalerweise ein negatives Handicap zugewiesen, das er zu schlagen hat, während dem Außenseiter mit einem positiven Handicap ein Vorteil oder Vorsprung gewährt wird.

Die Prämisse von Handicap-Wetten ist bei allen Sportarten gleich. Da aber große Unterschiede in den Regeln und Spielformen bestehen, ist spezifisches Wissen zur jeweiligen Sportart erforderlich.

Handicap-Wetten im Fußball

Fußball ist eine Sportart, in der relativ wenige Tore geschossen werden. Für die Vorhersage des Gewinners mittels Handicap-Wetten sind daher verfeinerte Vorhersagefähigkeiten erforderlich, denn es wird nicht einfach auf den Gewinner eines Spiels gewettet, sondern auf die Leistung der Mannschaft.

Auch wenn es ziemlich einfach ist, Handicap-Wetten in den verschiedenen Sportarten zu verstehen, muss sich der Wettende erst Sportart-spezifisches Wissen aneignen, um Wettvorteile gegenüber Buchmachern erlangen zu können.

Handicap-Kennzahlen werden in Form von Toren angegeben. Wenn für eine Mannschaft ein Handicap von -1,5 angegeben ist, muss sie mit mehr als einem Tor Unterschied gewinnen, damit die Handicap-Wette gewinnt. Die Handicap-Wette auf den Gegner mit +1,5 gewinnt dagegen, wenn die Mannschaft mit nur einem Tor Unterschied verliert, unentschieden spielt oder das Spiel gewinnt.

Pinnacle bietet mit der Premier League-Handicap-Tabelle ein hilfreiches Mittel, um die Handicap-Performance der einzelnen Mannschaften zu verfolgen. Mithilfe dieser Informationen können Sie feststellen, welche Mannschaften die Erwartungen des Wettmarktes übertreffen bzw. hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Das Verfolgen der Handicap-Performance im Saisonverlauf kann durchaus sehr hilfreich sein, aber erst die Zusammenführung der Handicap-Daten mehrerer Jahre liefert dem Wettenden einen echten Vorteil. Bestimmte Mannschaften können einen Trend dahingehend entwickeln, in ihren Spielen das Handicap zu verfehlen, was darauf hindeutet, dass die öffentliche Wahrnehmung und mitunter die Einschätzung der Buchmacher nicht korrekt sind.

Handicap-Wetten in der NFL

Das Handicap in der NFL ist eher unter dem Begriff „Spread“ (Verteilung) bekannt. Wenn die Handicap-Wette einer Mannschaft gewinnt, dann wurde „der Spread abgedeckt“, und die Daten zur Handicap-Performance werden als „Against the Spread” (ATS, gegen die Verteilung) erfasst.

Handicap-Wetten sind die beliebteste Wettform bei NFL-Wetten. Wie Michael Konik in The Smart Money aufgezeigt hat, sind sie der bevorzugte Wettmarkt von NFL-Wettexperten: Auch wenn Wettende hier genauer in ihren Analysen sein müssen, werden sie mit höheren Quoten für den Favoritensieg oder mit einer erhöhten Gewinnchance beim Sieg des Außenseiters belohnt.

Aufgrund des Punktesystems und der Treffermuster sind bestimmte Kennzahlen bei Handicap-Wetten in der NFL sehr wichtig. Ein Touchdown mit Extrapunkt (sieben Punkte) und ein Field Goal (drei Punkte) sind die mit Abstand häufigsten Abstände des Gewinners, sodass negative Handicaps etwas unter dieser Marke und positive Handicaps etwas über dieser Marke hohes Potenzial besitzen. 

Wenn Wettende verstanden haben, wie Handicap-Wetten in der NFL funktionieren, können sie mithilfe von Rankings zu Yards pro Spiel oder dem Satz des Pythagoras Strategien entwickeln und fundiertere Wettentscheidungen treffen.

Handicap-Wetten in der MLB

Das Handicap bei Baseball-Wetten wird als „Run Line“ bezeichnet. Im Unterschied zu anderen Sportarten hat das Handicap im Baseball immer den gleichen Wert von 1,5. Wenn also eine Mannschafte ein Handicap von -1,5 hat, muss sie mit zwei Runs Unterschied gewinnen, und bei +1,5 kann ein Team mit einem Run verlieren oder das Spiel gewinnen. Wettende haben dennoch die Möglichkeit, die Run Line in Form eines alternativen Handicaps zu erhöhen bzw. zu verringern.

Das Verfolgen der Handicap-Performance im Saisonverlauf kann durchaus sehr hilfreich sein, aber erst die Zusammenführung der Handicap-Daten mehrerer Jahre liefert dem Wettenden einen echten Vorteil.

Die Größe des Stadions und das Wetter haben beim Baseball großen Einfluss auf die Handicap-Wetten. Wenn die Dominanz einer Mannschaft erwartet wird und die Bedingungen ein punktereiches Spiel erwarten lassen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese Mannschaft mit mehreren Runs Unterschied gewinnt. Und umgekehrt können schwächer eingestufte Mannschaften dem besseren Team ein enges Match abringen, wenn ihnen die Bedingungen in die Hände spielen. 

Handicap-Wetten im Basketball

Wie in der NFL bevorzugen Wettende beim Basketball eher Handicap- als Moneyline-Wetten. Basketball ist eine der trefferreichsten Sportarten mit Spielen, bei denen regelmäßig über 200 Treffer erzielt werden. Das geringwertige Punktsystem und die hohe Trefferhäufigkeit bedeuten, dass es keine Kennzahlen wie in anderen Sportarten gibt.

Unabhängig vom Markt, den Sie für Ihre Wetten wählen, sind in wettbewerbsspezifischen Wetten dieselben wichtigen Dinge zu beachten: die Auswirkungen von Verletzungen auf die Mannschaftsstärke, Auswirkungen des Spielplans auf die Leistung und die richtigen Statistiken zum Erkennen von Klassenunterschieden in einem Spiel. Zudem helfen ATS-Daten beim Aufspüren von Mannschaften, die vom Wettmarkt potenziell über- oder unterschätzt werden.

Handicap-Wetten im Tennis

Handicap-Wetten im Tennis unterscheiden sich von denen der meisten anderen Sportarten, denn hier sind bei einem Match zwei separate Optionen verfügbar. Wie bei Moneyline und Gesamtzahl können Wettende bei einem Tennismatch entweder auf ein Spiel-Handicap oder ein Satz-Handicap wetten. 

Zur Berechnung des Spiel-Handicaps bei Tenniswetten wird die Gesamtzahl der von beiden Spielern gewonnenen Spiele verwendet. Hier ein hypothetisches Beispiel: Für Rafael Nadal wird im Spiel gegen Mischa Zverev ein Handicap von -6 festgelegt. Das Spiel endet 6:4, 6:2, 6:4 (18:10). Damit hat Nadal das Handicap von -6 erreicht, denn er hat mit insgesamt acht Spielen Vorsprung gewonnen.

Die andere Handicap-Option beim Tennis ist das Satz-Handicap. Wettende können eine Wette platzieren, ob ein Spieler ohne Satzverlust gewinnt (-1,5 oder -2,5 Sätze) bzw. ob ein Spieler dem Gegner einen Satz oder mehrere Sätze abnimmt (+1,5 oder +2,5).

Auch wenn es ziemlich einfach ist, Handicap-Wetten in den verschiedenen Sportarten zu verstehen, muss sich der Wettende erst Sportart-spezifisches Wissen aneignen, um Wettvorteile gegenüber Buchmachern erlangen zu können. Entscheidend für kontinuierliche Wetterfolge ist nicht nur das Wissen darüber, wie Sie an die richtigen Informationen gelangen, sondern auch Kenntnisse über die Wettarten, die platziert werden können.

Wettressourcen – Für bessere Wetten

Die Wettressourcen von Pinnacle sind eine der umfangreichsten Sammlungen von Expertenratschlägen zum Thema Wetten im Internet. Sie richten sich an alle Erfahrungslevel mit dem Ziel, den Wettenden wertvolles Wissen zu vermitteln.