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Jun 29, 2017
Jun 29, 2017

Wie häufig muss die Schlussquote übertroffen werden, um Profit zu erzielen?

Wie häufig muss die Schlussquote übertroffen werden, um erfolgreich zu wetten?

Die Bedeutung von Quotenbewegungen

Der Zusammenhang zwischen Quotenbewegungen und Erwartungswert

Wie häufig muss die Schlussquote übertroffen werden, um Profit zu erzielen?

Eine weitverbreitete Fehlannahme lautet, dass es beim Wetten nur um Ergebnisse ginge. Tatsächlich liegt der Schlüssel zu erfolgreichen Wetten darin, lukrative Angebote zu finden und wiederholt die Schlussquote zu übertreffen. Aber wie häufig müssen Sie die Schlussquote übertreffen, damit Sie tatsächlich einen Profit erzielen? Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.

In einem früheren Artikel, in dem wir die Bedeutung des Übertreffens der Schlussquote untersuchten, konnten wir feststellen, dass die Quoten bei Marktschluss im Schnitt die präziseste (oder effizienteste) Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten bestimmter Resultate liefern. Wenn die Schlussquote bei Pinnacle z. B. 2,00 beträgt, ist die implizite Wahrscheinlichkeit des Resultats 50 % (abzüglich der Marge).

Wie sich gezeigt hat, liefert der Zusammenhang zwischen den Quoten, die ein Wettender akzeptiert, und der Schlussquote von Pinnacle einen äußerst zuverlässigen Messwert für den zu erwartenden Profit. Wenn ein Wettender eine Quote von 2,20 akzeptiert und der Markt bei Pinnacle mit einer Quote von 2,00 geschlossen wird, kann der zu erwartende Profit anhand des Verhältnisses 2,20 : 2,00 = 1,1 bzw. 10 % (abzüglich der Marge von Pinnacle) ermittelt werden.

Die Bedeutung von Quotenbewegungen

Angesichts der inhärenten zufälligen Varianz bei der Prognose von Sportresultaten kann es keinem Wettenden gelingen, die Schlussquote immer zu übertreffen. Egal wie gut die Annahmen sind, die seiner ursprünglichen Prognose zugrunde liegen, der Einfluss kurzfristiger Aufstellungsänderungen sowie andere unvorhergesehene Veränderungen, die einen Wettmarkt nach dem Zufallsprinzip betreffen, können den Erwartungswert leicht ins Negative drehen.

Wie sich gezeigt hat, liefert der Zusammenhang zwischen den Quoten, die ein Wettender akzeptiert, und der Schlussquote von Pinnacle einen äußerst zuverlässigen Messwert für den zu erwartenden Profit.

Wenn wir davon ausgehen, dass ein Wettender die Teams, auf die er wettet, zufällig auswählt und dass die Quotenbewegung im Schnitt ebenfalls zufällig ist, ist zu erwarten, dass er die Schlussquote in etwa 50 % der Fälle übertrifft. Bei einer Analyse desselben Datensatzes von 132.645 Fußballspielen (und 397.935 möglichen Ergebnissen im Dreiweg-Markt) wie in meinem vorherigen Artikel zu diesem Thema stoßen wir auf eine relativ zufällige Normalverteilung der Quotenbewegungen von der Anfangsquote zur Schlussquote bei Pinnacle (definiert durch das Verhältnis zwischen Anfangs- und Schlussquote minus 1), wobei 45 % der Werte größer als null sind (die rote Verteilung unten).

Der Grund dafür, dass dies etwas weniger als die Hälfte ist, liegt darin, dass die Schlussmarge von Pinnacle im Normalfall etwas geringer ist als die Anfangsmarge. Wenn die Netto-Marktbewegung zwischen Anfang und Schluss also null ist, ist die Schlussquote immer noch etwas höher als die Anfangsquote.

1-closing-inarticle.jpg

Nach Abzug der Marge von Pinnacle von der Schlussquote können wir sehen, wie viel schwieriger es für die Anfangsquote ist, eine „faire“ oder „echte“ Schlussquote zu übertreffen (die blaue Verteilung oben). Ein Beispiel: Eine Anfangsquote von 5,00, die bis zum Schluss auf 4,90 reduziert wird und deren scheinbare Profiterwartung 2 % beträgt (5,00 : 4,90), hat tatsächlich überhaupt keine Profiterwartung.

Beachten Sie, dass im obigen Beispiel die faire Quote unter Berücksichtigung der Voreingenommenheit bezüglich Favorit/Außenseiter vermutlich bei etwa 5,05 und damit höher als die Anfangsquote liegt.

Tatsächlich war in unserer Stichprobe von Fußballspielen die Anfangsquote lediglich in 29,6 % höher als die „echte“ Schlussquote. Folglich könnte ein Wettender, der allein nach dem Zufallsprinzip wettet, die Schlussquote in maximal zwei Drittel der Fälle übertreffen. In dieser Stichprobe von Spielen läge die Profiterwartung aus fixen Einsätzen bei –3,5 %.

Quotenbewegungen und Erwartungswert

Das Diagramm unten zeigt den Prozentsatz der Wetten in unserer Stichprobe von Fußballspielen, die eine bestimmte Profiterwartung überstiegen. Die rote Linie zeigt die implizite Profiterwartung, die aus der Bewegung von der tatschlichen Anfangs- zur Schlussquote berechnet wurde. Die blaue Linie zeigt die implizite Erwartung basierend auf der Bewegung relativ zu den „echten“ Schlussquoten, also nach Abzug der Marge von Pinnacle.

Uns interessiert vor allem die blaue Linie, da diese den tatsächlichen Profit zeigt, den wir erzielen können, wenn wir die „echte“ Schlussquote häufiger übertreffen, als dies beim zufälligen Verfahren der Fall ist.

2-closing-inarticle.jpg

Das Diagramm zeigt, wie vergleichsweise wenig Chancen entsprechend diesem Modell der Quotenbewegung theoretisch für einen deutlichen Erwartungswert bestehen. In unserem Beispiel bieten nur 6,5 % der Anfangsquoten mehr als 10 % implizite Profiterwartung, bei weniger als 2 % sind es mehr als 20 %.

Für eine profitable Erwartung müssen wir tatsächlich die „echte“ Schlussquote in mindestens 50 % der Fälle übertreffen.

Übermäßiges Selbstvertrauen lässt viele Wettende denken, dass sie diesen Wert immer finden können, indem sie wertlose Quoten vermeiden. Wie wir bereits festgestellt haben, gibt es beim Fußball aber einfach zu viele Abweichungen, als dass diesbezüglich zuverlässige Prognosen möglich wären. Ein fortlaufendes Ausfindigmachen dieses Wertes, der zu erfolgreichen Wetten führt, stellt eine schwierige Aufgab dar, wie Pinnacle bereits anhand des Paretoprinzips der Vorhersage erläutert hat.

Wie häufig muss die Schlussquote übertroffen werden, um erfolgreich zu wetten?

Wie häufig müssen wir also die Schlussquote übertreffen, um eine Chance auf eine profitable Erwartung zu haben? Wir haben nach dem Zufallsprinzip 20 Quotenbewegungen von der Anfangs- zur Schlussquote gewählt und die durchschnittliche Profiterwartung berechnet. Das daraus entstandene folgende Diagramm liefert uns einen Hinweis.

3-closing-inarticle.jpg

Tatsächlich müssen wir die veröffentlichten Schlussquoten in etwa drei Viertel der Fälle übertreffen, damit wir von einer vernünftigen Erfolgschance sprechen können. Wenn es uns gelungen wäre, auf all jene Anfangsquoten in dieser Stichprobe zu wetten, die die Schlussquoten übertrafen, und gleichzeitig alle anderen Quoten zu vermeiden, läge unsere theoretische Erwartung dennoch nur bei +4 %.

Wir dürfen nicht vergessen, dass ein Übertreffen der veröffentlichten Schlussquote nicht automatisch bedeutet, dass wir die „echte“ Schlussquote übertreffen, wie in den Diagrammen oben deutlich wurde. Tatsächlich wäre es uns in dieser Stichprobe in 34 % der Fälle nicht gelungen, die „echte“ Schlussquote zu übertreffen, obwohl wir alle veröffentlichten Schlussquoten geschlagen hätten.

Für eine profitable Erwartung müssen wir tatsächlich die „echte“ Schlussquote in mindestens 50 % der Fälle übertreffen. Die Tabelle unten vergleicht den Anteil der Fälle, in denen wir die veröffentlichte Schlussquote übertreffen würden, mit dem Anteil der Fälle, in denen wir die „echte“ Quote (nach Abzug der Marge) schlagen würden.

Anfangsquote schlägt veröffentlichte Schlussquote - Anfangsquote schlägt „echte“ Schlussquote

Anfangsquote schlägt veröffentlichte Schlussquote

Anfangsquote schlägt „echte“ Schlussquote

45 %

29.6%

50 %

32.9%

55 %

36,1 %

60 %

39.4%

65%

42.7%

70%

46.0%

75 %

49.3%

80 %

52,6%

85%

55.9%

90%

59.2%

95%

62.4%

100 %

65.7%

Was bedeutet dies für Wetterwartungen?

Selbstverständlich ist diese Analyse, die die Wahrscheinlichkeit einer übertroffenen Schlussquote mit der Höhe der Profiterwartung eines Wettenden vergleicht, rein theoretischer Natur. Sie basiert auf keinerlei Ergebnissen, sondern lediglich auf der rein durchschnittlichen Erwartung und der glaubwürdigen Hypothese, dass das Ausmaß einer Quotenbewegung eine präzise Vorhersage des Profits ermöglicht, den ein Wettender erwarten kann. Nichtsdestotrotz stellt sie hoffentlich eine weitere wichtige Lektion für Wettende dar, die ihre Wetterwartungen besser verstehen möchten.

Der Schlüssel zum Erfolg bei Pinnacle liegt nicht in der Konzentration auf Resultate (die glücklich oder unglücklich sein können), sondern in der Suche nach lukrativen Angeboten und dem Übertreffen der Schlussquote. Dieser Artikel hat Hinweise darauf geliefert, wie häufig Ihnen das gelingen muss, damit Sie Ihr Ziel erreichen.

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