Apr 24, 2018
Apr 24, 2018

Vorschau auf die WM-Gruppe H

Vorschau auf die WM-Gruppe H

Vorhersagen für die WM-Gruppe H

Wer qualifiziert sich in der WM-Gruppe H für das Achtelfinale?

Wettquoten für Gruppe H

Vorschau auf die WM-Gruppe H

Die WM-Gruppe H ist eine der ausgeglichensten beim Turnier, wer wird sich darin durchsetzen können? Lesen Sie diese Vorschau auf die WM-Gruppe H, um die Expertenanalyse und Vorhersagen zu erhalten, die Sie vor dem Beginn des Turniers benötigen.

Vorhersagen für die WM-Gruppe H: Was sagen die Quoten?

Vorhersagen für die WM-Gruppe H

Position             

Mannschaft

Über/unter Punkte

1

Kolumbien

4,5

2

Polen

4,5

3

Senegal

3,5

4

Japan

3,5

 

Polen

Elo-Weltrangliste: 19

Pinnacle-Rang aufgrund von WM-Leistung: 13

Bisherige beste Platzierung: 3. Platz (1974, 1982)

Top-Torschütze in der Qualifikation: Robert Lewandowski (16 Tore)

Wichtigster Spieler: Robert Lewandowski

Quote für ein Weiterkommen in der Gruppe: 1,520*

Quote für den Gewinn der WM: 61,430*

Polen qualifizierte sich in der Europa-Gruppe E auf beeindruckende Weise mit nur einer Niederlage für das Turnier. Robert Lewandowski von Bayern München trug mit 16 Toren in 10 Spielen entscheidend zu diesem Erfolg bei. Lewandowski ist Kapitän und Rekordtorschütze der polnischen Nationalmannschaft und wird für sie auch in Russland extrem wichtig sein.

Allerdings hat das polnische Team neben Lewandowski noch weitere gute Spieler. Der Torwart Wojciech Szczesny wurde bei Juventus Turin als Nachfolger von Gianluigi Buffon aufgebaut und wird durch die erfahrenen Kamil Glik und Lukas Piszcek abgesichert. Grzegorz Krychowiak blickt zwar vielleicht auf eine schwierige Saison bei West Brom zurück, auf internationaler Ebene hat er jedoch immer gute Leistungen gezeigt.

Einer der interessantesten Spieler im polnischen Team ist Piotr Zielinski vom SSC Neapel. Der junge Mittelfeldspieler wird vermutlich hinter Lewandowski relativ frei agieren dürfen, sodass er seine Fähigkeit, die gegnerische Abwehr zu durchbrechen, optimal nutzen kann. Der junge Pole hat extrem hohe Dribbelwerte über 90 Minuten und kann mit seinen Geniestreichen jede noch so kompakte Abwehr knacken.

Die weiteren Spieler im polnischen Team sind zwar solide, aber eher unspektakulär. Bartosz Bereszynski ist ein guter Defensivspieler, setzt aber wenig Impulse nach vorne. Die Mittelfeldposition neben Krychowiak und Gliks Doppelsechs-Partner werden vermutlich mit Spielern aus der nationalen polnischen Liga besetzt werden, die vom Niveau her einige Stufen unter den besten europäischen Ligen angesiedelt ist. Diese Spieler müssen gegen die anderen Herausforderer in dieser Gruppe eine Schippe drauflegen.

Ein polnischer Problembereich könnte die eigentlich verlässliche rechte Seite sein. Piszczek und Blaszczykowski waren jahrelang ein extrem produktives Team auf Vereinsebene und in der Nationalmannschaft, sind jetzt aber beide 32 Jahre alt und haben ihre beste Zeit hinter sich. Die beiden sind inzwischen auch deutlich verletzungsanfälliger, Blaszczykowski hat seit November kein Länderspiel mehr bestritten. Piszczek wurde bei Dortmund geschont, nachdem er einen Außenbandriss im Knie erlitten hatte.

Es ist extrem wichtig, dass diese beiden Spieler fit werden, da die Mannschaften, die die größte Gefahr für sie darstellen, besonders über ihre linke Seite extrem stark sind. Der Senegal wird vermutlich den faszinierenden Keita Balde auf seiner bevorzugten Linksaußen-Position einsetzen, während Kolumbien häufig Lewandowskis Teamkollegen bei Bayern München, James Rodriguez, frei im linken Mittelfeld agieren lässt. Wenn die polnischen Veteranen nicht ihr volles Potenzial abrufen können, werden die gegnerischen Mannschaften in diesem Bereich des Spielfelds einige Freude haben.

Diese Gruppe ist extrem offen und es wäre ein Erfolg für Polen, das Achtelfinale zu erreichen. Es ist unwahrscheinlich, dass das Team in den ersten beiden Spielen (Senegal und anschließend Kolumbien) die maximale Punktzahl holen wird, weswegen ein Sieg gegen Japan für ein Weiterkommen unerlässlich sein wird. In einer so engen Gruppe könnte eine Wette darauf, dass Polen nicht Gruppensieger in Gruppe H wird, zu einer Quote von 1,416* lukrativ sein.

Senegal

Elo-Weltrangliste: 19

Pinnacle-Rang aufgrund von WM-Leistung: 27

Bisherige beste Platzierung: Viertelfinale (2002)

Top-Torschütze in der Qualifikation: Diafra Sakho, Cheikh N’Doye (2 Tore)

Wichtigster Spieler: Kalidou Koulibaly

Quote für ein Weiterkommen in der Gruppe: 2,440*

Quote für den Gewinn der WM: 212,510*

Auf dem Papier sieht es so aus, als ob sich der Senegal problemlos für die WM qualifiziert hätte. In der CAF-Gruppe D blieben die Senegalesen mit vier Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen.

Was die Tabelle jedoch nicht zeigt, ist das kontroverse erste Auswärtsspiel in Südafrika, das der Senegal mit 2:1 verlor. Diese Begegnung musste wiederholt werden, da der Schiedsrichter bestochen worden war. Die Senegalesen hätten sich am Ende trotzdem qualifiziert, dieses Spiel stellte jedoch einen Schönheitsfehler in einer ansonsten problemlosen Qualifikation dar.

Die Senegalesen verfügen über das stärkste Team in Afrika. Hinsichtlich des Transferwerts gilt dieses Team als das teuerste in der Gruppe und viele seiner Talente würden auch den besten Mannschaften in diesem Turnier gut zu Gesicht stehen. Die bekanntesten Namen sind Sadio Mane von Liverpool und Kalidou Koulibaly vom SSC Neapel.

Mane stand in dieser Saison im Schatten des brillanten Mo Salah, hat aber selbst ebenfalls eine beeindruckende Spielzeit absolviert. Der Außenspieler hat in der Premier League eine zweistellige Torzahl erzielt und gleichzeitig Chancen seiner Mitspieler vorbereitet und auch zur erfolgreichen Champions League-Saison von Liverpool konnte er diverse Treffer beisteuern. In der senegalesischen Nationalmannschaft wird er noch dazu auf seiner Lieblingsposition auf dem rechten Flügel spielen können. Auf Vereinsebene hat Mane in dieser Saison hauptsächlich links gespielt, da die andere Seite bereits durch Salah besetzt war, er überwindet die gegnerische Verteidigung jedoch am liebsten mit seinem stärkeren Fuß.

Während Mane der große Name ist, den die meisten mit dem Senegal in Verbindung bringen, ist der wichtigste Spieler wohl tatsächlich Koulibaly. Er gehört zu den ballsichersten defensiven Mittelfeldspielern der Welt. In der Serie A spielte Koulibaly in diesem Jahr im Schnitt 88,8 Pässe pro Saison, der höchste Wert aller Spieler in der Liga. Koulibaly ist ein defensives Bollwerk und wird entscheidend für den Erfolg des Senegals in diesem Turnier sein. Es ist davon auszugehen, dass er mit seinem außergewöhnlichen Passspiel Angriffe von hinten einleiten wird.

Er wird in der Verteidigung – abhängig von der Fitness – von Kara Mbodj oder Salif Sane unterstützt, die sehr abwehrstark sind, aber nicht so großartige Pässe wie Koulibaly spielen können. Youssouf Sabaly, der Linksverteidiger von Bordeaux ist ein verlässlicher Defensivspieler, während die rechte Seite von Lamine Gassama besetzt wird, der in der türkischen Süper Lig für Alanyaspor spielt. Die Hintermannschaft wird Topleistungen bringen müssen, um die größte Gefahr von den nicht allzu starken Torhütern abzuhalten.

Das senegalesische Mittelfeld wird höchstwahrscheinlich ausschließlich aus Premier League-Spielern bestehen. Cheikh Kouyate, Idrissa Gana Gueye und Badou Ndiaye sind Stammspieler bei ihren jeweiligen Vereinen. Im Angriff wird Mane durch talentierte Spieler wie Keita Balde, M’baye Niang, Ismaila Sarr und Diafra Sakho unterstützt, die zwar nicht mit beständigen Leistungen aufwarten, aber in der Lage sind, ein Spiel zu entscheiden. Der erfahrene Moussa Sow kann außerdem von der Bank kommen.

Angesichts des Talents in dieser Mannschaft wird der Senegal vor dem Turnier unter Umständen leicht unterschätzt. Die Mannschaft geht als Favorit in das Spiel gegen Japan und sollte Kolumbien oder Polen, wenn nicht sogar beiden, Punkte abnehmen können. Eine Quote von 1,826* für das Erreichen von mehr als 3,5 Punkten scheint sehr attraktiv.

Kolumbien

Elo-Weltrangliste: 8

Pinnacle-Rang aufgrund von WM-Leistung: 12

Bisherige beste Platzierung: Viertelfinale (2014)

Top-Torschütze in der Qualifikation: James Rodriguez (6 Tore)

Wichtigster Spieler: James Rodriguez

Quote für ein Weiterkommen in der Gruppe: 1,441*

Quote für den Gewinn der WM: 49,350*

Nach einem großartigen Turnier 2014 kehrt Kolumbien mit einem vermutlich noch stärkeren Team zurück. James Rodriguez ist seit dem letzten Turnier zum Superstar geworden, während Radamel Falcao sich auf seine erste WM freut, nachdem er Brasilien 2014 aufgrund einer Verletzung verpasste.

Trotz der Qualität folgten auf einen starken Start in die Südamerika-Qualifikation fünf Spiele ohne Sieg, einschließlich einer überraschenden Heimniederlage gegen Paraguay, wodurch die automatische Qualifikation in Gefahr geriet. Dies unterstich die mangelnde Beständigkeit, die die Mannschaft in Russland ablegen muss.

Es kommt nicht überraschen, dass diese kolumbianische Mannschaft gelegentlich einen wackeligen Eindruck hinterlässt. Das Innenverteidiger-Duo mit Yerry Mina von Barcelona und Davinson Sanchez von den Spurs ist unglaublich talentiert, aber mit zusammen nur 19 Länderspielen auch eines der unerfahrensten Paare im Turnier. Das defensive Mittelfeld ist mit Abel Aguilar und Carlos Sanchez, die sich langsam ihrem Karriereende nähern, auch nicht allzu gut besetzt. David Ospina muss seine Erfahrung nutzen, um seine Innenverteidiger in entscheidenden Momenten zu unterstützen.

Die Außenverteidiger Fabra und Arias bieten ausgezeichnete Angriffsoptionen und werden von den Scouts beim Turnier genau beobachtet werden. Angesichts der von Trainer José Pekerman gewählten Aufstellung könnte diesen beiden viel abverlangt werden.

Das Team testete beim Freundschaftsspiel-Sieg gegen Frankreich ein 4-2-3-1-System, mit dem Muriel, James, Falcao und Cuadrado in derselben Mannschaft auflaufen könnten, das gleichzeitig jedoch die Flügel für Konter öffnet. Dies gilt insbesondere für Fabras Seite, da der dort eingesetzte Muriel über mehr Erfahrung als Mittelstürmer verfügt, weswegen er unter Umständen seine defensiven Pflichten vernachlässigen wird.

Die andere Option für Pekerman ist ein a 4-4-2 mit der klassischen „Doppelsechs“, bei der James und Cuadrado die Außenpositionen besetzen und Duvan Zapata neben Falcao mehr körperliche Präsenz bietet. Dadurch wären Sanchez und Aguilar im Mittelfeld häufig in der Unterzahl, was sich als problematisch erweisen könnte. Die Energie des Senegal und die Durchstoßkraft von Zielinski könnten sich für ein überfordertes zentrales Mittelfeld der Kolumbianer als zu große Herausforderung erweisen.

Trotz all dem sollte die individuelle Qualität von Kolumbien dennoch ausreichen, um diese vermutlich engste Gruppe des Turniers zu überstehen. James Rodriguez hat bereits bei einem Turnier brilliert und der wiedererstarkte Falcao wird alles daran setzen, seine letzte Chance auf eine WM-Teilnahme zu nutzen.

Dies sollte im ersten Spiel für einen Sieg gegen Japan reichen, der dringend nötig ist, um vor den weiteren Gruppenspielen etwas Druck von Kolumbiens Schultern zu nehmen. Die Quote für einen Sieg von Kolumbien im ersten Spiel liegt bei 1,800* und die Qualität der Mannschaft sollte hierfür mehr als ausreichend sein.

Japan

Elo-Weltrangliste: 44

Pinnacle-Rang aufgrund von WM-Leistung: 25

Bisherige beste Platzierung: Viertelfinale (2002, 2010)

Top-Torschütze in der Qualifikation: Genki Haraguchi (4 Tore)

Wichtigster Spieler: Maya Yoshida

Quote für ein Weiterkommen in der Gruppe: 3,040*

Quote für den Gewinn der WM: 363,580*

Japan kommt in einer ungewöhnlichen Konstellation zu dieser WM, nachdem der Trainer Vahid Halilhodzic gerade einmal zwei Monate vor Turnierbeginn entlassen wurde. Das ist der denkbar schwierigste Start für den neuen Trainer Akira Nishino, dessen erstes Spiel von Bedeutung das Gruppenspiel gegen Kolumbien sein wird.

Beim Versuch, das System über Einzelspieler zu stellen, setzte Halilhodzic die talentiertesten Spieler - Shinji Kagawa, Shinji Okazaki und Keisuke Honda - auf die Bank und wählte stattdessen einen körperbetonteren Spielstil mit einem Stürmer. Das war vielleicht nicht schön anzusehen, aber für die Qualifikation äußerst effektiv. Die Japaner hatten sich schon vor ihrem letzten Spiel sicher qualifiziert.

Der pragmatische Ansatz von Halilhodzic hatte Algerien in Brasilien ins Achtelfinale geführt und Japan hatte ihn unter Vertrag genommen, um dasselbe zu erreichen. Welche Aufstellung Nishino wählen wird, ist unbekannt. Der ehemalige Trainer von Gamba Osaka wird vermutlich seine Starspieler zurück in die Mannschaft holen, sodass jene, die in der Qualifikation erfolgreich waren, das Nachsehen haben werden.

Die Japaner müssen sich schnell an das technische, auf Ballbesitz ausgerichtete Spiel dieser Spieler gewöhnen, um sie in die Mannschaft zu integrieren. Dafür haben sie vor der WM nur noch drei Freundschaftsspiele zur Verfügung.

Ein weiteres Problem für Nishino ist die Verletzung seines vermutlich wichtigsten Spielers, Maya Yoshida. Yoshida ist der einzige Verteidiger in der Mannschaft, der in einer Top-Liga spielt. Er ist außerdem der größte Spieler in einer Mannschaft, die bei Standards Schwierigkeiten mit der Verteidigung gegen die deutlich größeren Spieler der anderen Mannschaften in Gruppe H haben könnte. Von den qualifizierten Teams verfügt lediglich Saudi-Arabien über eine geringere durchschnittliche Körpergröße als die Japaner.

Angesichts dieses Durcheinanders in einer normalerweise gut organisierten Mannschaft ist es schwer vorstellbar, dass Japan bei diesem Turnier für eine Überraschung sorgen kann. Sie sind Außenseiter in der Gruppe und können sich im Vergleich zu 2014, als sie lediglich einen Punkt holen konnten, wohl kaum verbessern.

Die Quote von 1,649* für den Gewinn von weniger als 3,5 Punkten sollte angesichts der Herausforderungen, mit denen das Turnier für Japan aufwartet, lukrativ sein. 

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