Jun 5, 2020
Jun 5, 2020

Wer ist der Tennis-GOAT? Ein Blick von den Wettmärkten

Performance-Bewertung mithilfe von Grand Slams

Performance im Vergleich mit Erwartungen analysieren?

Wer schafft es bei den Kopf-an-Kopf-Rennen ganz nach vorn?

Wer ist der Tennis-GOAT? Ein Blick von den Wettmärkten

Die aktuelle Generation der Tennis-Fans wurde Zeuge der größten Spieler aller Zeiten Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic stehen seit einem Jahrzehnt an der Spitze des Herrentennis. Doch wer von ihnen ist der beste Spieler? In diesem Artikel erfahren Sie, was der Markt dazu sagt.

Nachdem Novak Djokovic in diesem Februar seinen 8. Australian Open und 17. Grand Slam gewonnen hat, war ich davon überzeugt, dass man im Jahr 2020 viel über den größten Spieler aller Zeiten diskutieren würde.

Kann Federer noch einen oder zwei weitere Slam-Siege verbuchen oder würde er doch von Nadal oder Djokovic oder beiden überholt? Der Tennissport war mit drei der allzeit größten Spieler in der gleichen Generation gesegnet. Doch wer von ihnen wird nach Karriereende den Titel des besten Spielers aller Zeiten tragen können - Federer, Nadal oder Djokovic?

Je nach Ihrer Perspektive denken Sie womöglich, dass jeder der drei Spieler den Titel des GOAT verdient. Federer hält mit seinen mit 20 gewonnenen Grand-Slam-Titeln und wochenlangen Nummer-1-Positionen an seiner Führungsposition fest, Nadal hat mit 83,2 % das beste Gewinn-Verlust-Resultat seiner Karriere und liegt im Vergleich zu Federer mit nur einem Grand Slam zurück. Djokovic ist gegenüber beiden bei direkten Wettkämpfen überlegen. 

Auch wenn Sie glauben, dass die GOAT-Diskussion allein auf den Grand-Slam-Siegen zu führen ist: Es besteht die Möglichkeit, dass nach Beendigung ihrer Karrieren dieser Rekord gleichermaßen an zwei oder mehr der Spieler Federer, Nadal und Djokovic geht. Wir wird die Debatte in diesem Fall ausgehen?

Hiermit möchte ich die Debatte aus einem anderen Blickwinkel führen. Während Federer, Nadal und Djokovic zweifellos drei der größten Spieler aller Zeiten sind, stellt sich die Frage: Können wir noch etwas anderes lernen, wenn wir uns anschauen, wie diese von den Wettmärkten aufgenommen wurden und welche Leistungen sie gegenüber den Quoten erzielt haben? Werfen wir einen Blick darauf, was die Wettmärkte uns über ihre Karrieren sagen können. Wer ist der Tenniswetten-GOAT?

Performance-Bewertung mithilfe von Grand Slams

Wir beginnen mit Wimbledon im Jahr 2003, als Federer sein erstes großes Turnier gewann. Außer Federer, Nadal oder Djokovic haben nur sieben andere Spieler einen Grand Slam gewonnen. Diese sieben Spieler haben von den letzten 67 Turnieren nur 11 Titel gewonnen.

Zunächst einmal möchte ich untersuchen, ob Federer, Nadal oder Djokovic von begünstigenden Verlosungen unterstützt wurden. Während der Vergleich des Rankings sicherlich nur eine grobes Maß darstellt, könnte es andeuten, ob ein Spieler in bestimmten Phasen des Turniers viel Glück hatte. 

Denn in einem Slam muss der Sieger nur sieben der 127 anderen Spieler bezwingen. Auf welchen Spieler man in welcher Runde trifft, kann daher die Gewinnchancen beeinflussen. Die nachfolgende Grafik zeigt das durchschnittliche Ranking von den Gegnern von Federer, Nadal und Djokovic in jeder Runde der Slams. 

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Djokovic hat alles in allem in den Halbfinalen und Finalen gegen höherrangige Gegner gespielt, jedoch hatte er etwas einfachere Gegner bei den Verlosungen der Viertelfinale. Federers Grand Slam Karriere startete mit sieben gewonnenen Finalspielen sofort durch. In diesen Spielen besiegte er Spieler der Weltranglistenplätze 48, 86 und 54. Djokovic ist in seinen 26 Finalspielen jedoch nur einem Spieler außerhalb der Top 10 begegnet.

Was sagen die Quoten? 

Auf der nächsten Grafik sind die durch die Quoten implizierten durchschnittlichen Gewinnwahrscheinlichkeiten der Spieler zu sehen. Da dies zum Zweck des Vergleichs der drei Spieler war, habe ich die Marge nicht abgezogen. Wir können sehen, dass Federer generell kürzere Wettquoten aufwies als Nadal und Djokovic, in den Halbfinalen hatte Nadal jedoch nach den Quoten den einfachsten Weg. Djokovic hatte von allen dreien konsequent die längsten Wettquoten. In den Halbfinalen lagen die durchschnittlichen Wettquoten bei den folgenden Werten: Federer 1,47, Nadal 1,42 und Djokovic 1,56.

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Einerseits ergeben kürzere Wettquoten womöglich einfacherer Verlosungen, auch wenn dies einen besseren Spieler darstellt. In einem vorherigen Artikel habe ich gezeigt, dass Tenniswettmärkte hocheffizient sind. Dies bedeutet, dass sie eine großartige Beurteilung der tatsächlichen Gewinnwahrscheinlichkeiten bieten. Was daher noch interessanter sein könnte, ist das Verhältnis der Leistung zu den von den Quoten implizierten Erwartungen.

Sagen wir, Federer hat für ein Spiel eine Wettquote von 1,25. Dies impliziert eine Wahrscheinlichkeit von 1/1,25 = 80 %, oder 0,8 eines Gewinns. Wenn er ein Match gewinnt, liegt er um 0,2 über der Erwartung. Wenn er verliert, liegt er um 0,8 unter der Erwartung. Wie haben die Performances von Federer, Nadal und Djokovic in den Slams nach dieser Maßgabe ausgesehen?

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Es sollte beachtet werden, dass ich nur Wettquotendaten ab 2001 zur Verfügung hatte. Die sechs Slam-Performances von Federer vor 2001 wurden also nicht einberechnet. Pinnacles-Wettquoten wurden von 2004 bis 2020 verwendet. 

In den Halbfinal- und Finalspielen hat Nadal von allen dreien am besten abgeschnitten und dabei 3,6 mehr Matches gewonnen, als der Wettmarkt erwartet hätte. Und das, obwohl er im Durchschnitt kürzere Wettquoten erhielt. Mit +2.8 erzielte auch Djokovic in den Slam-Finalspielen starke Ergebnisse.

Interessanterweise lagen die Leistungen von Federer sogar unter den Erwartungen für die Halbfinal- und Finalspiele. Djokovic liegt in +10.4 Spielen auf den Erwartungswerten, verglichen mit +3.4 für Nadal und +0.5 für Federer.

Schauen wir uns die Tabelle noch ein bisschen genauer an, mit einem Fokus auf den Grand Slam Verlusten. Federer hat bei Slams 53 mal verloren (seit 2001), Nadal 39 mal und Djokovic 43. Die nachfolgende Grafik zeigt das Verhältnis dieser, die in jedes implizierte Wahrscheinlichkeitsquintil fallen. 

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Von den jeweiligen Verlusten fallen 35 auf Federer lost 35 (66%), 27 auf Nadal (69%), und 24 auf Djokovic (56%) als Favoriten. Wenn wir davon ausgehen, dass Federers sechs Slam-Verluste in den Jahren 1999 und 2000 auf längeren Wettquoten ausfielen, dann liegt seine Prozentzahl bei mehr als 66%. Damit lässt sich sagen, dass Nadal den höchsten Anteil der unerwarteten Verluste bei Slams zu verzeichnen hatte.

Wenn wir uns gleichermaßen die durchschnittlichen Quoten all ihrer Niederlagen ansehen, dann liegt Nadal (1.56) nur knapp unter Federer (1.58) für den schlechtesten Rekord, Djokovic (1.79) schneidet am besten ab. Dies lässt vermuten, dass Nadal im Hinblick auf Wettmarkterwartungen bei Slams der am wenigsten effektivste Spieler und Djokovic mit einigem Abstand am effektivsten war.

Wer hat am häufigsten als Außenseiter gewonnen?

Wie ist das mit dem Gewinnen als Außenseiter? Während Federer, Nadal und Djokovic bei Slams oft die Außenseiter waren, schauen wir uns nun einmal an, welche Leistung sie dann erbracht haben, wenn die Quoten gegen sie waren.  

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Djokovic ist der einzige der drei Spieler, der als Underdog bessere Leistungen als erwartet erzielte. Von 22 Matches gewann er 9, 8.1 oberhalb der Erwartungen. Federer erbrachte mit 7 von 25 Matches eine weniger beeindruckende Leistung, 2.1 weniger als erwartet. 

Die nachfolgende Tabelle führt die Gewinne des Trios als Underdogs auf. Djokovic lieferte die größte Überraschung (4.50 vs Gonzalez bei den French Open 2006) und Nadal hat Djokovic interessanterweise nie als Außenseiter bei einem Slam geschlagen, bei vier Versuchen. Seit 2012 hat er außerdem nie wieder als Underdog gewinnen können.

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Ein genauerer Blick auf die Grand Slam-Siege

Die K.O.-Struktur eines Tennis-Turniers bedeutet einen signifikanten Aspekt des „Verlosungsglücks" in den Ergebnissen. In einem Grand Slam muss ein Spieler nur sieben der anderen 127 Spieler besiegen. Wenn man dies mit anderen Einzelsportarten wie Golf, Radfahren oder Laufen vergleicht, in denen der Gewinner jeden anderen Teilnehmer besiegen muss, wird deutlich, welchen großen Einfluss das Glück haben kann.

Fans von Nadal und Djokovic verweisen oft auf die Bilanz der Spiele gegeneinander mit Federer als Beweis, dass Federer nicht als GOAT in Frage kommt. Kann Federer mit einer Niederlagenbilanz gegen seine zwei größten Rivalen wirklich zum GOAT werden?

Tennisspieler an der Spitze der aktuellen Generation haben außerdem von der Veränderung hin zum 32-Gruppenformat profitiert, wodurch sie davor geschützt werden, bis frühestens zur dritten Runde gegen die Top-32-Spieler antreten zu müssen. 

Hatte Federer, Nadal oder Djokovic den einfachsten Weg zum Titel? Die nachfolgende Grafik stellt die implizierte Wahrscheinlichkeit ihrer einzelnen Gewinne pro Turnier dar, indem deren individuell implizierte Wahrscheinlichkeiten pro Spiel multipliziert werden.

Federers einfachster Slam war zum Beispiel 2009 Wimbledon, wo er in seinen sieben Spielen niemals längere Wettquoten als 1.11 hatte. Seine Wettquoten waren 1.002, 1.005, 1.01, 1.04, 1.07, 1.06 und 1.11, wodurch seine implizierte Turnierwahrscheinlichkeit bei 75 % lag. Sein 2017 Australian Open Titel hat er sich jedoch am härtesten erkämpft, als er im Finale als 2,25 Außenseiter Nadal besiegte und den Titel mit einer implizierten Turnierwahrscheinlichkeit von 8,9 % gewann. 

Federers (52 %) und Nadals (49 %) mittlere implizierte Turnierwahrscheinlichkeiten sind bedeutend höher als jene von Djokovic (39 %). Das bedeutet, dass Djokovic relativ gesehen härter für seine Siege kämpfen musste. 

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Das Grand-Slam-Rekordrennen

Djokovic wurde für Wimbledon 2020, bevor es abgesagt wurde, als Favorit im Hinblick auf das Schließen der Slam-Lücke gehandelt. Auch wenn Wimbledon einige der verlorenen Umsätze durch seine Pandemie-Versicherungspolice zurückgewinnen konnte, haben die Spieler die Chance eines Sieges im Jahr 2020 für immer verloren.

Nadal gilt weiterhin als Favorit bei den 2020 French Open. Das Turnier wurde zu diesem Zeitpunkt auf den September verschoben. Nadals 13. French Open Sieg würde ihn mit Federer bei 20 Slams gleichsetzen Er (33) und Djokovic (32) (zur Zeit des Verfassens des Artikels) sind bedeutend jünger als Federer (38). Wenn auch sie im Alter von mehr als 35 Federers drei Slam-Siege erreichen können, dann werden sie ihn höchstwahrscheinlich übertreffen.

Wie sahen ihre Leistungen gegenüber den Erwartungen aus?

Mit den Pinnacle-Schlussquoten von Beginn des Jahres 2004 zeigt die untenstehende Grafik die Siege des Trios gegenüber den Erwartungen in all ihren professionellen Spielen. Federer hat zu Beginn seiner Karriere (2004 – 2008) und in der letzten Zeit (2015 – 2020) die Erwartungen übertroffen. Dazwischen gab es einen eher flach verlaufenden Zeitraum.

Nadal erzielte den Großteil der Siege gegenüber den Erwartungen von 2004 bis 2009 und hat seitdem erwartungsgerechte Leistungen gezeigt. Djokovics Weg zeigt ein Jahrzehnt der übertroffenen Erwartungen von 2006 bis 2016, gefolgt von einem flacher verlaufenden Zeitraum, der mit dem Wiederaufstieg von Federer und Nadal zusammenlief.

Insgesamt hat Djokovic von allen dreien die besten Leistungen gegenüber Erwartungen gezeigt. Er liegt bei +36 Siegen über den Erwartungen, verglichen mit +26 für Federer +18 für Nadal. Unter Ausschluss der Slam-Leistungen haben Djokovic (+25) und Federer (+25) eine identische Bilanz vorzuweisen, wobei beide bedeutend besser abschneiden als Nadal (+15).

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Wer schafft es bei den Kopf-an-Kopf-Rennen ganz nach vorn?

Fans von Nadal und Djokovic verweisen oft auf die Bilanz der Spiele gegeneinander mit Federer als Beweis, dass Federer nicht als GOAT in Frage kommt. Kann Federer mit einer Niederlagenbilanz gegen seine zwei größten Rivalen wirklich zum GOAT werden? Federers Bilanz gegen Djokovic ist 23-27, gegen Nadal 16-24.

Gehen wir noch ein bisschen tiefer. Insgesamt haben 40% der Aufeinandertreffen von Federer und Nadal’s auf Sandplätzen stattgefunden, wo Nadal unbestritten überlegen ist (Nadal führt 14-2). Auf Hart- und Grasplätzen ist es ein anderes Ergebnis, hier liegt Federer mit jeweils 12-9 und 3-1 vorn. Deren Bilanz der Spiele gegeneinander kommt wahrscheinlich Nadal zugute, da eine höhere Anzahl der Matches auf Sandplätzen stattfand. Hätten sie mehr auf Gras gespielt, wäre Federer mit Sicherheit näher dran. 

Interessanterweise lagen die Leistungen von Federer (-1.4) sogar unter den Erwartungen für die Halbfinal- und Finalspiele. Djokovic liegt in +10.4 Spielen auf den Erwartungswerten, verglichen mit +3.4 für Nadal und +0.5 für Federer.

Djokovic hat andererseits sowohl auf Hart- (20-18) als auch auf Grasplätzen (3-1) gegen Federer eine gewinnende Bilanz zu verzeichnen, während ihre acht Spiele auf Sandplätzen stattfanden. Djokovic hat gegen Nadal (7-16) auf Sandplätzen auch besser als Federer abgeschnitten und verfügt gegen den Spanier über eine dominantere Hartplatzbilanz (20-7).

Djokovic und Nadal teilen sich die Siege ihrer vier Spiele auf Grasplätzen, für ein 29-26 Sieg im Spiel gegeneinander für Djokovic. Djokovic führt also sowohl beim Federer als auch Nadal Matchup. Die Analyse, ob diese Bilanz basierend auf den Wettquoten erwartet war, verschafft uns mehr Details.

Federer gegen Nadal

Nadal startete in seinen 40 Matches gegen Federer 23 mal (inklusive 14 von 16 auf Sand) als Favorit. In der Kalkulation mit den Schlussquoten von Pinnacle lagen die Siegerwartungen von Nadal bei 20.8 und 19.2 für Federer. Das bedeutet, dass Nadals 24 Siege ihn mit 3.2 Siegen über den Erwartungen platzieren.

Anhand der Darstellung der erwarteten und eingetretenen Siege in der nachfolgenden Grafik sehen wir, dass Federer stets zu hoch bewertet wurde. Vor Federers Sieg 2015 in Basel lag er sechs Siege unter den Erwartungen. Erst die 6-Match-Siegesserie, die 2019 bei den French Open endete, schloss die Erwartungslücke für Federer. Trotzdem bleibt er auch weiterhin sowohl bei den Siegen als auch Siegen gegenüber Erwartungen bedeutend hinter Nadal zurück.

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Nadal vs. Djokovic

In ihren 55 Matches startete Nadal bei 33 von ihnen als Favorit, Djokovic bei 22. In der nachfolgenden Grafik können wir sehen, dass Nadal etwas schlechter als die implizierten Pinnacle-Schlussquoten abschnitt und von 31,2 Spielen nur 26 gewann.

Andererseits liegt Djokovic bei 5.2 über der Erwartung mit 29 Siegen (verglichen mit erwarteten 23.8). Diese Konstellation begann erstmals im Jahr 2011, von den Erwartungen abzuweichen, als Djokovic sich auf einer 7-Match-Siegesserie befand. Seitdem hat sich dies zugunsten von Djokovic’s noch erweitert. Seit dem Indian Wells Finale von 2011 hat Djokovic 22 von 32 Spielen gegen Nadal gewonnen.

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Djokovic gegen Federer

In der Rivalität zwischen Djokovic und Federer gab es zwei entscheidende Zeiträume. In deren 19 Matches vor 2011 startete Federer 18 mal als Favorit und gewann 13. In den 31 nachfolgenden Spielen startete Federer nur viermal als Favorit und gewann zehnmal.

Insgesamt geben die Quoten Djokovic einen leichten Erwartungsvorteil, mit 25.1 erwarteten Spielsiegen gegenüber Federers 24.9. Die Ergebnisse der Konstellation lagen relativ nah an den Erwartungen, wobei keiner der Spieler jemals mehr als drei Spiele über den Erwartungen lag. Nach Djokovics Sieg im Halbfinale der 2020 Australian Open zeigt Djokovics 27-23 Bilanz 1.9 Spiele über der Erwartung.

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Wer ist der Tennis-GOAT?

So sehr ich es liebe, Federer beim Spielen zuzusehen, und so sehr ich Nadals mentale Stärke bewundere: Djokovic ist wahrscheinlich auf dem besten Wege, beide zu übertreffen. Angesichts der Absage von Wimbledon in diesem Jahr und der Tatsache, dass er bei der nächsten Slam-Austragung 39 Jahre alt sein wird, sehe ich Federer nicht als erneuten Gewinner eines großen Turniers.

Nadal gilt als Favorit, Federer mit 20 Slams bei den diesjährigen French Open einzuholen, doch Djokovic wird unbedingt seinen zweiten French-Open-Titel holen wollen und wird sich gern daran zurückerinnern, als er Nadal bei ihrem letzten Zusammentreffen im Jahr 2015 schlagen konnte.

Djokovic gilt, sofern es keine Verletzungen gibt, als Favorit für die drei nicht auf Sandplätzen ausgetragenen Slams der näheren Zukunft. Seine sportliche Verfassung der letzten Jahre sollte ausreichen, um den Slam-Rekord zu schlagen.

Der Titel des Wetten-GOAT ist etwas einfacher zu bestimmen. Djokovic bietet in fast jeder Hinsicht den entscheidenden Vorteil. Er hatte schwierigere Slam-Verlosungen als Federer und Nadal und hat dennoch bedeutend bessere Leistungen erzielt als der Favorit und Underdog.

Er hat am effektivsten Siege erzielt und sowohl in wichtigen Konstellationen als auch in seiner gesamten Karriere Erwartungen übertroffen. Djokovic ist der unbestrittene Tenniswetten-GOAT. Ob er seine Rivalen übertreffen und den Titel auch bei den Tennis-Fans einholt, bleibt abzuwarten.

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