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Feb 9, 2019
Feb 9, 2019

Hartplatzhallensaison: Eine Wettvorschau

Welche Spieler sind in der Halle besser?

Welche Spieler sind in der Halle schlechter?

Wie viele Tennis-Matches in den USA werden in der Halle ausgetragen?

Hartplatzhallensaison: Eine Wettvorschau

Credit: Getty Images

Die Hartplatzhallensaison ist in vollem Gange, und unser örtlicher Tennisexperte Dan Weston untersucht, welche Spieler auf diesem Untergrund besser sind als unter freiem Himmel.

Im allgemeinen sind Hartplätze in Hallen nach Gras der zweitschnellste Untergrund bei der ATP-Tour, gefolgt von Hartplätzen im Freien und Sand. In der Tabelle unten ist zu sehen, welche Auswirkung der Untergrund in den letzten drei Jahren sowohl auf die Aufschlagpunkte in Prozent als auch auf die durchschnittliche Anzahl der Asse pro Spiel hatte (Stand der Daten: 4. Februar 2019).

Hartplatz Halle

Spielfläche

Gewonnene Aufschlagpunkte in %

Asse pro Spiel

 ,

 ,

 ,

Gras

66,1

0,63

Hartplatz Halle

64,2

0,58

Hartplatz Außenbereich

63,7

0,56

Sand

62,3

0,38

Hier sehen wir, dass die Rangfolge der Spielfläche zwischen gewonnenen Aufschlagpunkten in Prozent und Assen pro Spiel ihrer Schnelligkeit entspricht: Auf Gras sind beide Werte am höchsten, auf Sand am niedrigsten.

Die Zahlen für Hallenhartplätze sind nur geringfügig höher als für Hartplätze im Freien, aber das hindert einige Spieler nicht daran, Spezialisten für das Spielen in der Halle zu sein. Im letzten Jahr erreichten einige ATP- oder Challenger-Spieler auf unteren Rängen – z. B. Mirza Basic und Marius Copil – sehr gute Ergebnisse bei wichtigen Terminen der Tour in der Halle, während Joao Sousa vor ein paar Jahren den großartigen Rekord von 250 Level-Turnieren in der Halle aufstellte.

Welche Spieler sind in der Halle besser?

Wenn wir dies bedenken, erscheint es sinnvoll zu verstehen, welche Spieler in den letzten zwei Jahren am meisten vom Hallenboden profitiert haben, und ein Vergleich zwischen den Aufschlag- und Return-Daten dieser Spieler ist ein gutes Mittel dafür.

Die Tabelle unten enthält die in den letzten zwei Jahren gewonnenen Aufschlag- und Return-Punkte der Spieler in der ATP Top 50, aufgeteilt nach Hartplätzen in der Halle und im Freien (Stand: 31. Januar 2019). Aufgeführt sind die Spieler, die in der Halle um mindestens 2,0 % bessere kombinierte Zahlen erreichten. Die Spieler in dieser Liste könnten auch in den kommenden Wochen in der Halle erfolgreich sein.

ATP Top 50: Beste Hartplatzspieler in der Halle und im Freien

Spieler

Rang

Gewonnene Aufschlagpunkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene Return-Punkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene kombinierte Punkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene Aufschlagpunkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene Return-Punkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene kombinierte Punkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene kombinierte Punkte in % in den letzten 2 Jahren

 ,

 ,

Hartplatz Halle

Hartplatz Halle

Hartplatz Halle

Hartplatz Außenbereich

Hartplatz Außenbereich

Hartplatz Außenbereich

Hartplatz Halle/Hartplatz Außenbereich

 ,

 ,

 ,

 ,

 ,

 ,

 ,

 ,

 ,

Klizan

38

63,4

36,8

100,2

62,3

32,4

94,7

5,5

Simon

31

63,2

41,3

104,5

62,1

37,5

99,6

4,9

Monfils

33

68,3

38,1

106,4

63,4

38,1

101,5

4,9

Edmund

29

68,6

36,2

104,8

65,2

35,7

100,9

3,9

Khachanov

11

68,0

38,2

106,2

66,2

36,2

102,4

3,8

Verdasco

26

66,7

38,4

105,1

63,6

38,3

101,9

3,2

Basilashvili

22

64,3

37,0

101,3

60,8

37,4

98,2

3,1

Gasquet

27

66,2

37,4

103,6

63,0

37,8

100,8

2,8

Goffin

21

64,4

41,2

105,6

64,3

39,0

103,3

2,3

Raonic

14

77,9

29,7

107,6

71,8

33,8

105,6

2,0

Diese Daten zeigen, dass zehn Spieler in der Halle weitaus bessere Zahlen erreicht haben, am deutlichsten bei Martin Klizan. Letztes Jahr erreichte der Slowake – generell ein eher unbeständiger Spieler – nach Siegen gegen Stan Wawrinka, Denis Shapovalov und Fabio Fognini das Finale in der Halle in St. Petersburg und gewann 2016 das Turnier in Rotterdam. Seit Anfang 2016 erreichte er in der Halle außerdem ein Halbfinale und mehrmals das Viertelfinale.

Wir sehen auch, dass drei französische Spieler – Gilles Simon, Gael Monfils und Richard Gasquet – in der Halle besser Daten aufweisen, und da in den nächsten Wochen in Frankreich einige Hallenturniere stattfinden, könnte es sich lohnen, dieses Trio im Auge zu behalten.

Das diese Woche stattfindende Turnier in Montpellier beispielsweise wird bereits im achten Jahr ausgetragen. Dabei gab es bisher sechs französische Sieger und sechs französische Finalisten. In acht Jahren erreichten also nur vier Spieler das Finale, die nicht aus Frankreich kamen.

Welche Spieler schneiden bei Hallenturnieren schlechter ab?

Wie Sie vielleicht schon geahnt haben, gibt es auch Spieler, die in der Halle deutlich schlechtere Ergebnisse erreichen als im Freien und deren Spiele man bei den kommenden Hallenturnieren also meiden – oder gegen die man wetten sollte.

Die Tabelle unten enthält die in den letzten zwei Jahren gewonnenen Aufschlag- und Return-Punkte der Spieler in der ATP Top 50, aufgeteilt nach Hartplätzen in der Halle und im Freien (Stand: 31. Januar 2019). Aufgeführt sind die Spieler, die im Freien um mindestens 2,0 % bessere kombinierte Zahlen erreichten.

ATP Top 50: Schlechteste Hartplatzspieler in der Halle und im Freien

Spieler

Rang

Gewonnene Aufschlagpunkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene Return-Punkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene kombinierte Punkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene Aufschlagpunkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene Return-Punkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene kombinierte Punkte in % in den letzten 2 Jahren

Gewonnene kombinierte Punkte in % in den letzten 2 Jahren

 .

 l

Hartplatz Halle

Hartplatz Halle

Hartplatz Halle

Hartplatz Außenbereich

Hartplatz Außenbereich

Hartplatz Außenbereich

Hartplatz Halle/Hartplatz Außenbereich

 ,

 ,

 ,

 ,

 ,

 ,

 ,

 ,

 ,

Carreno-Busta

23

53,1

34,2

87,3

64,2

37,8

102,0

-14,7

Cecchinato

19

59,2

26,8

86,0

64,1

32,5

96,6

-10,6

Johnson

34

58,5

31,9

90,4

66,1

33,6

99,7

-9,3

Querrey

48

66,6

31,8

98,4

68,2

36,4

104,6

-6,2

Cilic

10

65,9

35,1

101,0

67,4

39,1

106,5

-5,5

Fritz

40

63,1

32,7

95,8

65,1

36,1

101,2

-5,4

Coric

13

65,2

34,0

99,2

66,1

37,7

103,8

-4,6

Jaziri

43

59,9

31,5

91,4

60,3

35,3

95,6

-4,2

L. Mayer

49

65,1

30,4

95,5

64,9

34,3

99,2

-3,7

Thiem

8

64,7

35,5

100,2

66,2

37,6

103,8

-3,6

Isner

9

72,2

27,7

99,9

73,0

29,9

102,9

-3,0

Lajovic

42

58,8

36,7

95,5

63,2

35,3

98,5

-3,0

Shapovalov

25

65,7

33,0

98,7

64,8

36,5

101,3

-2,6

Fognini

15

62,2

36,8

99,0

61,8

39,7

101,5

-2,5

Millman

36

62,7

37,3

100,0

63,2

38,8

102,0

-2,0

Aus diesen Daten geht deutlich hervor, dass die Ergebnisse der schlechtesten Hallenspieler erheblich mehr von ihren im Freien erreichten Erfolgen abweichen als bei den besten Spielern. Akteure wie Pablo Carreno-Busta, Marco Cecchinato und Steve Johnson kamen in den letzten Jahren in der Halle deutlich schlechter zurecht als unter freiem Himmel.

Welche Rolle spielt die geografische Region?

Die Liste besteht hauptsächlich aus Return-orientierten Spielern und, was manchen verwundern mag, Amerikanern. In Amerika werden nur wenige Profi-Tennisturniere in der Halle ausgetragen, und das bewirkt vielleicht einen Domino-Effekt bei diesen durchaus profilierten Spielern.

Da die schon erwähnten Johnson, Sam Querrey und John Isner alle einen relativ aufschlagsorientierten Spielstil pflegen, mag ihre Schwäche auf dem schnelleren Boden anfänglich merkwürdig wirken, aber die Tatsache, dass in Amerika so wenige Hallenturniere ausgetragen werden, könnte eine logische Erklärung dafür sein.

Ich hoffe, Sie haben durch diesen Artikel einen Denkanstoß dafür gewonnen, wie Sie in den nächsten Wochen die Aussichten von Tennisspielern in der Halle beurteilen sollten. Zu wissen, bei welchen von ihnen in den kommenden Turnieren eine größere Erfolgswahrscheinlichkeit besteht und welche es schwerer haben werden, ist jedenfalls wichtig, wenn Sie in den jeweiligen Wettmärkten bestehen möchten.

Quoten können sich ändern

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