Mai 27, 2021
Mai 27, 2021

Vorschau auf die French Open 2021 mit Mats Wilander

Wer sind die FavoritInnen auf den Sieg bei den French Open 2021?

Wird Jugend oder Erfahrung im Turnier der Damen obsiegen?

French Open 2021: Mats Wilanders SpielerInnen, die man im Auge behalten sollte

French Open 2021: Vorschau auf Quoten und Wetten

Vorschau auf die French Open 2021 mit Mats Wilander

Vor den diesjährigen French Open liefert der dreimalige Gewinner Mats Wilander eine Vorschau auf das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres 2021 sowie auf Spieler und Spielerinnen, auf die man im Roland-Garros besonders achten sollte. Lesen Sie weiter, um Ihre Wettvorhersagen für die French Open 2021 mit Faktenwissen zu untermauern.

Nachdem die Tennis-Saison in Australien ihren Anfang genommen hat, richtet sich jetzt die Aufmerksamkeit der Spieler und Spielerinnen darauf, ihrem Spiel vor dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres 2021 und dem ersten (und einzigen) Grand-Slam-Ereignis des Jahres auf einem Sandplatz den letzten Schliff zu verpassen.

Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres verlief so, wie wir es mittlerweile erwarten. Novak Djokovic, die derzeitige Nummer 1 der ATP-Weltrangliste, nahm den Titel gegen den Russen Daniil Medvedev (Nummer 2) mit nach Hause. Wird es ihm im zweiten Event gelingen, dem 13-maligen Champion im Roland-Garros, Rafael Nadal, die French-Open-Krone zu entreißen?

Währenddessen ist das Turnier der Damen weit offener, wobei das vielversprechende junge Talent Sofia Kenin, die Nummer 5 der ATP-Weltrangliste, ihr jugendliches Flair und ihre potenzielle zukünftige Dominanz zeigt, aber kann sie zum ersten Mal in ihrer Karriere die French Open gewinnen, nachdem sie im letzten Jahr bereits das Finale erreicht hatte?

French Open 2021: Das sollten Sie bedenken

Wenn man über die French Open spricht (oder Roland-Garros, wie das Turnier oft auch genannt wird), gibt es einen entscheidenden Faktor, den man einfach nicht ignorieren kann: den Belag. Sand ist ein Belag, den viele SpielerInnen wirklich herausfordernd finden, da der Ball ein wenig anders als auf anderen Oberflächen abprallt und der Spin bei Aufschlägen einen großen Einfluss auf den Flug des Balls hat. Zusätzlich ist die Möglichkeit für die kamerafreundlichen Slides etwas, woraus die schnelleren Damen und Herren in vollem Umfang profitieren werden.

Bestimmte SpielerInnen werden auf dem berüchtigt schwierigen Sandbelag regelrecht aufblühen.

Die French Open fallen im neu zusammengestellten Tennis-Kalender in einen merkwürdigen Zeitraum. In vergangenen Jahren (ganz sicher, als ich selbst noch Turniere gespielt habe) gab es sehr wenige Eröffnungs-Events oder -Turniere, um zu trainieren und die Komplexität des Belags vollends zu verstehen. Heutzutage haben die SpielerInnen im Vorlauf des Haupt-Events in Paris einen vollgepackten Terminkalender.

Als SpielerIn sind diese Aufbau-Events entscheidend dafür, den eigenen Rhythmus auf dem Belag zu finden und den Instinkt dafür zu entwickeln, ob man ein gutes Jahr auf Sand vor sich hat. Wie bereits erwähnt ist dieser Belag für viele SpielerInnen eine Herausforderung und erfordert sowohl bezüglich Tennis-Intelligenz als auch Ausdauer höchstes Niveau. Da jetzt mehr und mehr Events vor Roland-Garros stattfinden, haben die SpielerInnen zahlreiche Gelegenheiten, sich vor dem Grand-Slam-Turnier an den Belag zu gewöhnen und ihre Selbstsicherheit aufzubauen.

Etwas anderes, das entscheidend ist, wenn man sich die French Open ansieht, ist der Umstand, dass es auf dem Platz fortwährend Probleme zu lösen gilt. Auf Sand zu spielen heißt, dass es nicht so einfach ist, mit dem Aufschlag drei Punkte zu gewinnen, und man kann auf diesem Belag nicht einfach so den Gegner vom Platz fegen. Das geht an heißen, trockenen Tagen, wenn die Bälle durch die Luft fliegen und verdammt schnell werden.

An den schwülen Tagen in Frankreich aber, wenn man auf Sand spielen kann, werden die Bälle schwer und der Patz wird ein bisschen rutschig, sodass man sich jeden Punkt erarbeiten muss. SpielerInnen benötigen auf dem Sandplatz mehr als auf anderen Belägen die Möglichkeit, sich an neue Situationen anzupassen.

Bestimmte SpielerInnen werden unter diesen Umständen aufblühen, zum Beispiel die ProblemlöserInnen wie Rafael Nadal (der aus genau diesem Grund auf diesem Belag so gut ist). Aber trotzdem werden sich selbst Roger Federer oder Novak Djokovic auf einem Sandplatz etwas sicherer fühlen, weil sie ihre Tennis-Intelligenz einsetzen können, um herauszufinden, wie sie gewinnen können.

Außerdem ist Sand vielleicht nicht ihr Lieblingsbelag, aber doch der Belag, der weltweit auf den meisten Tennisplätzen verwendet wird, und nahezu jeder Mann und jede Frau im Feld ist aufgewachsen und hat auf einem solchen Platz gespielt.

French Open 2021: Wird der spätere Beginn SpielerInnen helfen?

Da die diesjährigen French Open wegen COVID-19 verschoben wurden, hatten viele der wichtigen SpielerInnen mehr Zeit, um auf dem stets schwierigen Sandplatz zu trainieren. Unter den Talenten, die sich über eine zusätzliche Trainingschance vor dem Event freuen, sind Serena und Venus Williams, Stefanos Tsitsipas, Coco Gauff, Denis Shapovalov und natürlich Roger Federer. Die Gruppe ist auf vier potenzielle Events aufgeteilt, die den SpielerInnen helfen sollten, ihre Chancen bei Roland-Garros zu verbessern.

Die Rückkehr des Publikums könnte ein Nachteil für die jüngeren und weniger erfahrenen SpielerInnen sein.

Die Möglichkeit für diese SpielerInnen (und auch andere), mehr Trainingszeit auf dem Sandplatz zu verbringen, wird ihnen definitiv erlauben, die kniffligen Feinheiten, die nur dieser Belag hat, besser zu verstehen. Das langsamere Springen des Balls in Kombination mit der geänderten Flugbahn verschafft Spielern wie Nadal Vorteile, die gern von der Grundlinie und mit spürbarem Topspin spielen.

Dieses zusätzliche Training vor dem Event ist gleichzeitig aber auch ein zusätzliches Event im eh schon gut gefüllten Terminkalender dieser SpielerInnen, Sie sollten also nicht überrascht sein, wenn Sie etwas kürzere Matches sehen, bei denen ein paar der bekannteren Namen frühzeitig Anzeichen von Müdigkeit zeigen.

Wenn man weiter als nur bis zu den French Open schaut, muss man auch bedenken, was diese Verzögerung für den Rest der Tennis-Saison und die Events bedeutet, die dann im Vergleich zu früheren Jahren nach einer kürzeren Ruhepause stattfinden. Wimbledon beginnt jetzt zum Beispiel nur vier Wochen nach dem Finale der French Open. Das bedeutet, dass SpielerInnen weniger Zeit zur Erholung haben, und dies könnte für die restlichen Grand-Slam-Events 2021 ein größeres Potenzial für Überraschungen bedeuten. Werden wir also sehen, dass ein paar SpielerInnen versuchen werden, sich einen Vorteil zu verschaffen, indem Sie mehr auf dem Belag spielen, auf dem sie sich wohler fühlen?

Die Spielverzögerung könnte einen größeren Einfluss auf die jüngeren Tennis-SpielerInnen im Turnier haben, auch bekannt als die Gruppe, die während dieses Lockdowns und der Saison ohne Zuschauer aufgeblüht ist. Es stellt sich die Frage, wie sie mit dem Druck klarkommen werden, der daraus entsteht, vor den Augen von Fans und Millionen Zuschauern weltweit gegen jemanden wie Nadal zu spielen und zu wissen, dass sie sich potenziell blamieren können. Dafür gibt es zwei Antworten: Sie könnten sich davon angespornt fühlen oder aber nervös werden. Ich denke, dass die Rückkehr der Fans auf den Platz auch ein großer Nachteil für die jüngeren und weniger erfahrenen SpielerInnen sein könnte, aber das wird natürlich nur die Zeit zeigen.

French Open 2021: Wird Nadal seinen 14. Titel holen?

Es ist kein Geheimnis, dass Rafael Nadal der König des Sandplatzes ist. Er hat die French Open mittlerweile rekordträchtige 13-mal gewonnen und im letzten Jahr, ohne dabei einen Satz abzugeben. Der Spanier ist die Definition von Dominanz sowohl auf diesem Belag als auch bei diesem Event, was sich auch in Pinnacles Quoten widerspiegelt, die dafür, dass Nadal erneut den Titel holt, bei 2,000* steht.

Das bedeutet aber nicht, dass es leicht für ihn sein wird, sich dieses Jahr den Titel zu holen. Ein Großteil der Anlaufzeit dieses Jahres hat sich um die Rückkehr des Fan-Favoriten Roger Federer (38,200*) ins Geschehen gedreht, und da beide jetzt jeweils umwerfende 20 Grand-Slam-Titel auf ihrem Konto haben, stehen historische Dinge auf dem Spiel, wenn die beiden aufeinandertreffen.

Zu den bisherigen Finalgegnern von Nadal zählt auch Novak Djokovic (4,780*), der letztes Jahr sein fünftes Roland-Garros-Finale erreichte und 2021 mit einer starken Leistung während der gesamten Australian Open in großartiger Form begann.

French Open 2021: Werden Jugend oder Erfahrung im Damenturnier obsiegen?

Es ist schwieriger vorherzusagen, wer den Titel bei den Damen gewinnen wird, da es wahrscheinlich bis zu ein Dutzend Spielerinnen gibt, die dazu in der Lage sind. Es gibt an beiden Enden des Altersspektrums Kandidatinnen, darunter die bereits erwähnte Sofia Kenin (71,430*), die in ihrer aufblühenden Karriere bereits einen Grand-Slam-Titel gewonnen hat, und Serena Williams (19,080*), die sich kurz vor ihrem 40. Geburtstag am Gipfel ihrer Karriere befindet, aber mit ihren 23 Grand-Slam-Gewinnen nie außer Acht gelassen werden darf.

Die bisher unbekannte Iga Swiatek kam letztes Jahr aus dem Nichts, um den Titel zu gewinnen und die erste polnische Spielerin zu werden, die den Titel im Alter von gerade mal 19 Jahren gewann. Pinnacle führt die Nachwuchsspielerin mit einer Quote von 3,680* als Favoritin.

Meiner Meinung nach wird die Siegerin aus der jüngeren Hälfte des Feldes kommen, da Jugend und Ausdauer, über die diese Damen verfügen, vor allem auf diesem Belag viel zählen. Ich würde außerdem erwarten, dass es jemand ist, der in den letzten vier oder fünf Wochen ein Turnier gewonnen hat, da bei diesem Event so viel von Selbstvertrauen bestimmt wird, was bedeutet, dass man wahrscheinlich nicht allzu weit in die Vergangenheit zurückschauen muss, um die Gewinnerin zu finden.

French Open 2021: Mats Wilanders SpielerInnen, die man im Auge behalten sollte

Es gibt sowohl bei den Damen als auch bei den Herren viel, wofür zu spielen es sich lohnt, und es gibt ein paar AußenseiterInnen, die eine Chance haben könnten, den Roland-Garros-Titel mit nach Hause zu nehmen:

Stefanos Tsitsipas – 5,820*

Der 22-jährige Tsitsipas ist in der Rangliste bereits bis auf Platz 5 aufgestiegen und war bei der Tour in letzter Zeit einer der auffälligsten Spieler. Es ist eine Freude, ihm beim Spielen zuzusehen, und er hat sich in den letzten Events zunehmend besser geschlagen, vor allem bei seinem großen Sieg gegen Nadal bei den Australian Open in diesem Jahr, wo er in beeindruckender Form das Halbfinale erreichte. Er hätte Nadal fast auch im Finale der Barcelona Open geschlagen und es scheint eher eine Frage der Zeit zu sein, wann statt ob er sein erstes Grand-Slam-Event gewinnt.

Eine seiner wichtigsten Stärken ist seine Fähigkeit zum Rückschlag nach dem Aufschlag und nicht gegen Asse zu verlieren, eine Fähigkeit, die auf Sand noch mehr zum Tragen kommt. Seinen Sie nicht überrascht, wenn sie starke Returns gegen ein paar der stärkeren Spieler sehen.

Aryna Sabalenka – 7,030*

Sabalenka ist ein bisschen eine Außenseiterin, aber sie ist groß und stark, was auf dem Sandplatz in Paris viel wert ist. Sie bringt mit ihren 1,82 m eine starke Präsenz auf den Platz und wird mit ihrer starken rechten Vorhand an der Grundlinie dominieren. Ich glaube, dass viele ihrer frühen Gegnerinnen mit ihrer Kraft zu kämpfen haben werden und es daher eine Chance gibt, dass sie bei diesem Event gut abschneidet.

Nach einem etwas enttäuschenden Start der Sandplatz-Saison mit einer überraschenden Niederlage gegen die junge Cori Gauff sollte sie hungrig sein, mehr zu erreichen und die Sandplatz-Saison zu retten.

Cori Gauff – 28,500*

Die 17-Jährige hat bei wichtigen Turnieren noch nichts Bedeutsames erreicht, aber sie gewinnt Matches in einem beeindruckend niedrigen Alter. Sie ist ein echtes Talent und sollte für die French Open ausgeruhte Beine haben, was für das Turnier immer ein Bonus ist.

Casper Ruud – 43,510*

Der junge Norweger ist ein unglaublicher Spieler. Er kann auf dem Platz tagelang Bestleistungen zeigen, erzeugt ebenso viel Vorhand-Topspin wie Nadal und schlägt sogar ein wenig härter. Natürlich ist er nicht so erfahren wie andere Spieler, aber er hat ein paar starke Waffen in seinem Arsenal.

Quoten können sich ändern

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