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Mai 8, 2017
Mai 8, 2017

Was können Wettende aus Fußballspielen vor der Saison lernen?

Der positive Einfluss von Erfolgen in Vorbereitungsspielen

Was haben wir aus den Spielen vor Beginn der Saison 2016/17 gelernt?

Form in Vorbereitungsspielen und Wetten in der regulären Saison

Was können Wettende aus Fußballspielen vor der Saison lernen?

Vorbereitungsspiele im Fußball, egal, ob es sich um Freundschaftsspiele oder wettbewerbsorientiertere Turniere handelt, haben in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Allerdings stellen sich viele nach wie vor die Frage, ob die Mannschaften nicht viel mehr an den finanziellen Erträgen dieser Spiele als an den tatsächlichen Ergebnissen interessiert sind. Können Wettende die Ergebnisse aus Vorbereitungsspielen nutzen, um sich vor Saisonbeginn eine Informationsgrundlage für ihre Wetten zu verschaffen? Lesen Sie weiter, um es herauszufinden.

Viele Fans halten die Resultate ihres Clubs in Vorbereitungsspielen für unerheblich. Viele Mannschaften reisen um die Welt, um neue Fans zu gewinnen und sich zusätzliches Einkommen zu sichern, und sind mehr an der Verbesserung der Spielerfitness als an den Ergebnissen selbst interessiert. Die Gefahr einer Verletzung noch vor Saisonbeginn stellt die Wettkampforientierung solcher Vorbereitungsspiele ebenfalls in Frage.

Wir haben festgestellt, dass die Ergebnisse von Teams in den ersten sechs Spielen häufig sehr aussagekräftig für den weiteren Verlauf der gesamten Saison sein können. Es gibt Hinweise darauf, dass das Abschneiden einer Mannschaft in Vorbereitungsspielen sich ebenso auf ihre Form in der eigentlichen Saison auswirken kann. Aber wie können Wettende diese Informationen zu ihrem Vorteil nutzen?

Der positive Einfluss von Erfolgen in Vorbereitungsspielen

Sehen Sie sich das folgende Beispiel an. Im Sommer 2015 gewann Leicester City vier seiner Vorbereitungsspiele und erzielte im fünften Spiel ein Unentschieden, während Chelsea gleichzeitig kein einziges seiner vier Freundschaftsspiele gewinnen konnte (Leicester belegte in dieser Saison am Ende den 1. und Chelsea den 10. Platz). Niemand will sagen, dass diese Ergebnisse direkt zum unerwarteten Titel der Foxes bzw. zu der fürchterlichen Saison von Chelsea mit einer Trainerentlassung vor Weihnachten führten.

Zahllose Variablen sind zu berücksichtigen, wie die Qualität der Gegner, die zurückgelegten Reisedistanzen der Clubs sowie die Experimente zur Eingliederung neuer Spieler in die Mannschaft.

Tatsächlich trat Leicester nicht gegen Mannschaften auf Premier-League-Niveau an, während die Männer von Jose Mourinho unter anderem auf Paris Saint-Germain und Barcelona trafen. Allerdings ist das Selbstvertrauen einer Mannschaft ein Vorteil von unschätzbarem Wert und der einfachste Weg zum Selbstvertrauen führt über Siege, egal welches Niveau der Gegner hat.

Interessanterweise nahm Leicester im letzten Sommer am selben International Champions Cup teil, bei dem Chelsea im Vorjahr angetreten war, und verlor gegen Barcelona und Paris Saint-Germain, worauf ein schlechter Saisonstart folgte. Wettende können also unter Umständen Leicesters diesjährige Form in der Vorbereitungsphase im Rahmen eines Prognosemodells für die Saison 2017/18 verwenden.

Was haben wir aus den Spielen vor Beginn der Saison 2016/17 gelernt?

In der Saison 2016/17 konnten neun Teams in der Premier League mehr Punkte sammeln als in der vorhergehenden Saison. Sieben dieser neun Clubs erzielten auch in den Vorbereitungsspielen im Sommer 2016 mehr Punkte pro Spiel als in jenen vor der Saison 2015/16. War dies ein Anzeichen dafür, dass sie hinsichtlich ihrer Form auf dem richtigen Weg waren? Insgesamt verbesserte sich bei einem Vergleich der gerade zu Ende gegangenen Saison mit der vorherigen Saison ihr Abschneiden um durchschnittlich 0,54 Punkte pro Spiel.

Das Selbstvertrauen einer Mannschaft ist ein Vorteil von unschätzbarem Wert und der einfachste Weg zum Selbstvertrauen führt über Siege, egal welches Niveau der Gegner hat.

Ein weiteres interessantes Beispiel ist Crystal Palace. Zwar kämpfte die Mannschaft in der Saison 2016/17 hauptsächlich gegen den Abstieg, sie legte jedoch einen starken Saisonstart hin. Nach sechs Spieltagen belegte sie mit einem Schnitt von 1,67 Punkten pro Spiel (PPS) den siebten Tabellenplatz.

Der Gesamtwert von 1,67 PPS war deutlich besser als der Schnitt von 1,11 Punkten, den Palace in der vorherigen Saison erzielen konnte, davor hatte das Team jedoch herausragende Leistungen in der Sommerpause zwischen den beiden Premier-League-Saisons gezeigt. Angesichts von fünf Siegen und nur einer Niederlage in den acht Vorbereitungsspielen schien die Mannschaft in guter Verfassung in die Saison 2016/17 zu starten.

Die beiden Teams (unter den neun, die 2016/17 mehr Punkte sammeln konnten als in der Saison davor), deren Ergebnisse aus Vorbereitungsspielen im Sommer 2016 schlechter waren als in den Saisons zuvor, waren Manchester City und Tottenham Hotspur. Beide Mannschaften belegten in der Saison 2016/17 einen besseren Tabellenplatz als im Vorjahr.

Im Sommer 2015 gewann Leicester City vier seiner Vorbereitungsspiele und erzielte im fünften Spiel ein Unentschieden, während Chelsea gleichzeitig kein einziges seiner vier Freundschaftsspiele gewinnen konnte (Leicester belegte in dieser Saison am Ende den 1. und Chelsea den 10. Platz).

Natürlich sollten wir diese schlechten Ergebnisse nicht ignorieren. Gleichzeitig war es aber extrem unwahrscheinlich, dass sich die identische Sommerform mit einem Punkt pro Spiel in der neuen Saison fortsetzen würde.

Am anderen Ende der Ligatabelle konnte Sunderland im Sommer 2016 vier Siege und zwei Unentschieden verbuchen, verschwand aber unmittelbar nach Saisonbeginn komplett aus dem Blickfeld. Dies zeigt, dass nicht nur bei den Topteams die Vorbereitungsspiele nicht repräsentativ für den Verlauf der Saison sind.

Form in Vorbereitungsspielen und Wetten in der regulären Saison

Die obigen Beispiele zeigen deutlich, welche Probleme die Nutzung der Form in den Vorbereitungsspielen als Grundlage für Wetten bietet. Zahllose Variablen sind zu berücksichtigen, wie die Qualität der Gegner, die zurückgelegten Reisedistanzen der Clubs auf dem Weg zu möglichst lukrativen Vorbereitungsspielen sowie die Experimente zur Eingliederung neuer Spieler und häufig auch Trainer in die Mannschaft. Es wäre nicht klug, sich bei Wettauswahlen ausschließlich auf die Form in Vorbereitungsspielen zu verlassen. Gleichzeitig wäre es aber auch dumm, diese Spiele völlig außer Acht zu lassen.

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