Apr 30, 2018
Apr 30, 2018

So erstellen Sie präzise WM-Prognosen

Ein detaillierter Blick auf die Gruppen

Können Wettende die FIFA-Rangliste zu ihrem Vorteil nutzen?

Analyse der Leistungsstärke der WM-Teilnehmer

Vorhersage des Ausgangs der WM 2018

So erstellen Sie präzise WM-Prognosen

Da die Fußball-WM in Kürze beginnt, ist das Interesse der Wettenden auf die Faktoren gerichtet, die sie bei der Erstellung von WM-Prognosen unterstützen können. Weltweit sind große Mengen an Daten zu Fußball-Wetten verfügbar, aber wie können diese zur Entwicklung eines Wettmodells für die WM genutzt werden? Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.

Ab 14. Juni treffen die 31 qualifizierten Teams und Gastgeber Russland in einer der seltenen Veranstaltungen aufeinander, bei der die besten Teams aus fünf der sechs FIFA-Mitgliedsverbände vertreten sind. Die Qualifikation für das diesjährige Turnier begann im September 2016 und seit der Gruppenauslosung im Dezember 2017 berechnen Wettende, wer aller Wahrscheinlichkeit nach die Gruppenphase erfolgreich überstehen und seinen Weg unter Umständen bis ins Finale fortsetzen wird.

Ein detaillierter Blick auf die Gruppen

Angesichts der Kontinuität in der Mannschaftszusammensetzung, der Häufigkeit der Spiele und großer Mengen verfügbarer Daten ist die Beurteilung nationaler Teams wesentlich einfacher als die von Nationalmannschaften. Häufig erstreckt sich die Qualifikation über einen langen Zeitraum (mit vergleichsweise wenigen Spielen) und die Zusammensetzung eines Teams kann sich vom Beginn der Qualifikation bis zum Beginn der eigentlichen Endrunde wesentlich verändern.

Im Fußballverband von Ozeanien (OFC) umfasst die letzte Qualifikationsrunde lediglich vier Spiele vor einem Finale mit Hin- und Rückspiel und einem anschließenden Playoff-Spiel gegen einen Vertreter eines anderen Verbands. Bei den Fußballverbänden in Asien (AFC), Nord-, Mittelamerika und Karibik (CONCACAF) und Europa (UEFA) sind im Allgemeinen für die direkte Qualifikation zehn Spiele zu absolvieren. Der südamerikanische Fußballverband (CONMEBOL) lässt seine Mannschaften dagegen üblicherweise im Lauf von zwei Jahren in jeweils 18 Spielen antreten.

Das Niveau der Gegner kann extrem unterschiedlich sein, wie am Beispiel von Australien zu sehen ist, insbesondere wenn wir auch die Spiele ganz am Anfang der Qualifikationsphase berücksichtigen. Die „Socceroos“ haben in der Qualifikation im Durchschnitt 2,7 erwartete Tore (xG) pro Spiel erzielt und lediglich 1,0 xG pro Spiel zugelassen, was in einer erwarteten Tordifferenz pro Spiel von 1,7 Toren resultiert.

Mit einer erwarteten Tordifferenz (xGD) von 1,7 weist Australien den fünftbesten Wert der 31 Nationen auf, die an der Qualifikation teilnahmen. Vor Australien stehen nur Deutschland, Belgien, Portugal und Spanien. Allerdings haben Australiens Gegner in ihrer Gesamtheit lediglich einen Wert von 1,0 xG pro Spiel erzielt und gleichzeitig einen Gegentorwert von 2,43 xG, was eine xG-Differenz von –1,43 ergibt.

Im Gegensatz dazu hat Deutschland eine positive xG-Differenz von 2,88 in der Qualifikation, die xG-Differenz seiner Gegner liegt bei –0,65. Die erwartete Tordifferenz von Deutschland ist nicht nur besser als die von Australien, die entsprechenden Tore wurden noch dazu gegen deutlich bessere Teams erzielt.

Die xG-Differenz von England ist nahezu identisch mit jener von Australien, wurde jedoch auch im Aufeinandertreffen mit deutlich stärkeren Gegnern erzielt, die eine kombinierte xG-Differenz von –0,3 aufweisen, verglichen mit dem Wert von –1,43 der Gegner von Australien. 

Können Wettende die FIFA-Rangliste zu ihrem Vorteil nutzen?

Eine etwas objektivere Methode zur Quantifizierung der Qualifikationsergebnisse eines Landes bietet der Vergleich der durchschnittlichen FIFA-Ranglisten-Werte mit denen der Gegner in der Qualifikation.

Durch eine Simulation des gesamten Turniers auf Spielbasis können wir auch Prognosen zu Sekundärmärkten anstellen, z. B. zum wahrscheinlichsten Zeitpunkt des Ausscheidens eines Teams.

Uruguay traf im traditionell starken CONMEBOL-Verband in der WM-Qualifikation auf die stärksten Gegner. Die durchschnittliche FIFA-Bewertung der Gegner lag bei 981 und damit 60 Punkte höher als der aktuelle Wert von Uruguay. Mit diesen Werten ging Uruguay in jeweils zwei Spiele gegen Teams wie Argentinien, Brasilien, Chile und Kolumbien.

Uruguays leicht negative xG-Differenz aus der Qualifikation, mit der das Land nur auf dem 22. Platz unter den 31 qualifizierten Teams liegt, sollte mit der Stärke der Gegner im Hinterkopf interpretiert werden.

Australien hatte trotz des scheinbar beeindruckenden Qualifikationsresultats die einfachsten Gegner mit einem durchschnittlichen FIFA-Wert von gerade einmal 362 Punkten.

Bevor wir also damit beginnen, anhand der aktuellsten Qualifikationsdaten die Teilnehmer für Russland 2018 zu bewerten, müssen wir die Ungleichheit bei Ergebnissen und Niveau der Gegner berücksichtigen.

Analyse der Leistungsstärke der WM-Teilnehmer

Es gibt eine Reihe von Methoden, die zur Bewertung der Leistungsstärke von Teams genutzt werden können, die nur selten in Wettbewerben aufeinandertreffen.

Diese reichen von früheren WM-Resultaten der Vertreter der einzelnen Verbände gegen Teams aus anderen Verbänden bis zur Einstufung der Teams basierend auf ihrer aktuellen FIFA-Ranglisten-Platzierung und dem angesichts der Differenz der Ranglistenpunkte anzunehmenden Leistungsunterschied der Teams. 

Wenn wir diese Korrekturen auf die Qualifikationsresultate der 31 in Russland antretenden Mannschaften anwenden, gibt es einige größere Verschiebungen, sowohl nach oben als auch nach unten.

Die fünf CONMEBOL-Vertreter, Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Uruguay und Peru, klettern in der Turnier-Wertung jeweils um mindestens 10 Plätze nach oben, wenn bei der Qualifikationsbilanz die Stärke ihrer Gegner mit berücksichtigt wird. Brasilien springt vom 15. auf den 2. Platz und landet damit direkt hinter Deutschland, das den Spitzenplatz verteidigt.

Die Schweiz, Island, Iran, Japan, Marokko und Australien mit ihren auf den ersten Blick beeindruckenden Qualifikationsergebnissen verlieren bei einer Anpassung der Werte an die Stärke der Gegner deutlich an Strahlkraft. Australien fällt sogar von Platz 5 beim Rohwert auf den 30. von insgesamt 31 Rängen.

Vorhersage des Ausgangs der WM 2018 

Wenn wir über eine objektivere Einschätzung der aktuellen Form der Endrunden-Teilnehmer verfügen, können wir mit der Analyse der acht Gruppen beginnen. 

Monte-Carlo-Simulationen, bei denen erwartete Tore als Vorhersagemethode für jedes mögliche Spiel der Endrunde genutzt werden, können zu Tausenden möglichen Szenarios für das einmonatige Turnier führen.

Die Gruppen sind ausgelost, aber einige davon werden mit Sicherheit härter sein als andere und die möglichen Wege zum Finale sind für sämtliche Mannschaften bereits auf eine begrenzte Zahl möglicher Begegnungen beschränkt.

Gruppe F mit Deutschland (1. Platz bei der angepassten xG-Differenz aus der Qualifikation), Mexiko (12.), Südkorea (20.) und Schweden (16.) scheint insgesamt am stärksten besetzt zu sein, während Gruppe A und H am schwächsten zu sein scheinen. 

Für Brasilien (27 %) und Deutschland (24 %) ist die Chance eines Ausscheidens bereits in der ersten K.-o.-Runde überraschend hoch.

Die Gruppen A, G und H dürften am stärksten umkämpft sein, da in jeder dieser Gruppen mindestens zwei Teams ähnlich gute Chancen auf den Gruppensieg haben. Uruguay und Gastgeber Russland, Belgien und England bzw. Kolumbien und Polen liegen in ihren jeweiligen Gruppen etwa gleichauf.

Wenig überraschend stehen bei einer solchen Analyse Deutschland (19%ige Chance auf den Titelgewinn), Brasilien (15 %), Spanien (11 %) und Frankreich (11 %) an der Spitze der Märkte.

Durch eine Simulation des gesamten Turniers auf Spielbasis können wir aber auch Prognosen zu Sekundärmärkten anstellen, z. B. zum wahrscheinlichsten Zeitpunkt des Ausscheidens eines Teams oder sogar dazu, wie viele Gegentore es während der Gruppenphase vermutlich zulassen wird.

Australien hat z. B. eine etwa 85%ige Chance, in der Gruppenphase auszuscheiden, eine 10,5%ige Chance, im Achtelfinale auszuscheiden, eine 3,5%ige Chance, im Viertelfinale auszuscheiden, und gerade einmal eine 1%ige Chance auf ein Erreichen des Halbfinales. 

Die Tücken des festen Spielplans, der das Aufeinandertreffen von Teams aus bestimmten Gruppen in der K.-o.-Phase vorgibt, können ebenfalls mit solchen Methoden untersucht werden. 

Für Brasilien (27 %) und Deutschland (24 %) ist die Chance eines Ausscheidens bereits in der ersten K.-o.-Runde überraschend hoch, was vor allem daran liegt, dass die beiden Mannschaften bereits so früh im Turnier aufeinandertreffen können.

Ich werde dieses Modell in den kommenden Monaten weiter bearbeiten, wenn die Märkte und Mannschaftskader bekannt werden.

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