Dez 16, 2017
Dez 16, 2017

Wettanalyse für „Werden beide Teams treffen?“

Welche Statistiken können Sie für Wetten auf „Werden beide Teams treffen?“ nutzen?

Können Wettende von WBTT-Wetten profitieren?

Wettanalyse für „Werden beide Teams treffen?“
Wetten auf den Markt „Werden beide Teams treffen?“ (WBTT) werden immer beliebter, da sie eine einfache binäre Wahl bieten und Daten auf eine gleichmäßige Verteilung beider Ergebnisse hindeuten. In den fünf größten Ligen Europas erzielten in den vergangenen fünf Saisons in 51 % der Begegnungen beide Mannschaften mindestens ein Tor. So gesehen könnte man also tatsächlich eine Münze werfen, um sich beim Markt „Werden beide Teams treffen“ zu entscheiden, oder nicht?

Bei einer detaillierteren Analyse des Marktes „Werden beide Teams treffen?“ wird klar, dass es dabei um mehr geht als um einen Münzwurf. Auch wenn die Statistik bei einer großen Stichprobe nahezu bei 50:50 liegt, hängt dieser Wetttyp von den beiden spielenden Mannschaften, ihren vorherigen Ergebnissen und sogar dem Zeitpunkt der Austragung ab.

Die Bedeutung von WBTT-Daten

In den vom oben genannten Zeitraum abgedeckten 490 Saisons ist die Palette der WBTT-Werte breit gefächert – von 26 % für Bayern München (2014/15) bis hin zu 79 % für Hoffenheim (2013/14). Bei einem Blick auf die Teams, die in den vergangenen fünf Saisons immer in der Premier League vertreten waren, wird jedoch klar, dass die Clubs langfristig gesehen ähnliche Zahlen für Begegnungen aufweisen, in denen beide Mannschaften trafen.

BTTS-chart.jpg

Wir sehen, dass eine Mannschaft, die sich über längere Zeit in den oberen Regionen der englischen Liga befindet, pro Liga zuverlässig einen Wert zwischen 18 und 21 Spielen erreicht, in denen beide Mannschaften treffen. Wettende benötigen jedoch zuverlässige Spielstatistiken, die Hinweise liefern, wann Mannschaften mit größerer Wahrscheinlichkeit in einem Spiel sowohl selbst treffen als auch mindestens einen Gegentreffer zulassen.

Worauf gilt es bei Wetten auf „Werden beide Teams treffen?“ zu achten?

Die folgende Tabelle nutzt die Spearman-Korrelation, um den Zusammenhang zwischen Treffern beider Teams und diversen Statistiken aus den vergangen fünf Saisons in der Premier League zu ermitteln:

Spearman-Korrelation mit WBTT

StatistikSpearman-Korrelation mit WBTT
Gesamtzahl Tore 0.616
Gesamtzahl ohne Gegentreffer -0.471
Kein Treffer -0.466
Gesamtzahl Schüsse aufs Tor 0.385
Gesamtzahl erzielter Tore 0.325
Gesamtzahl Gegentreffer 0.227
Gesamtzahl Schüsse 0.133
Tordifferenz 0.032
Tabellenposition 0.021

Die Tordifferenz kann eng mit der Tabellenposition zusammenhängen, beide eignen sich aber nicht besonders gut für die Vorhersage, ob in den Begegnungen eines Teams beide Teams treffen. Es ist nicht überraschend, dass die Gesamtzahl der Tore hier der wichtigste Wert ist. Aber was können wir noch berücksichtigen?

Ein Blick auf die Premier-League-Saison 2015/16 zeigt, dass sich die Tatsache, dass beide Teams in ihrem vorherigen Spiel getroffen hatten, nur geringfügig auf die WBTT-Wahrscheinlichkeit auswirkte. In 48,2 % der Premier-League-Begegnungen der vergangenen Saison konnte mindestens eines der beiden Teams keinen Treffer erzielen. Wenn im vorherigen Spiel eines Teams beide Teams nicht getroffen hatten, traf im Schnitt in 51,1 % der Fälle im nächsten Spiel dieses Teams auch mindestens eine Mannschaft nicht.

Sind beide Teams in der Form für Treffer?

Wenn im vorherigen Spiel eines Teams beide Teams getroffen hatten, gelang ihnen das in nächsten Spiel dieses Teams in 54,8 % der Fälle, verglichen mit dem Gesamtdurchschnitt von 51,8 %. Dies zeigt, dass das Wissen bezüglich des Ausgangs der vorherigen Begegnung einen kleinen Vorteil bringen kann, auch wenn einige Teams diesem Trend natürlich stärker folgen als andere.

Gleichzeitig konnte jedes Team in der Liga Serien von mindestens drei aufeinanderfolgenden Spielen verzeichnen, in denen beide Teams trafen bzw. in denen beide Teams nicht trafen, es ist also davon auszugehen, dass eine solche Serie irgendwann auftritt.

Auch wenn die Statistik für eine große Stichprobe nahezu bei 50:50 liegt, gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die Wettende bei Wetten des Typs „Werden beide Teams treffen?“ (WBTT) berücksichtigen müssen.

Tatsächlich hatten mehr Teams (zehn) eine längere Serie mit Treffern durch beide Teams als umgekehrt und bei sechs war die längste Serie jene, in denen eine der beiden Mannschaften nicht traf. In der Premier-League-Saison 2016/17 konnte bereits jede Mannschaft eine Serie von mindestens drei Spielen in Folge verzeichnen, in denen beide Teams trafen.

Innerhalb dieses Zeitraums von fünf Saisons hatte Everton die längste WBTT-Serie mit 16 Spielen in der Saison 2012/13. Die längste Serie, in der nicht beide Mannschaften trafen, war die von Burnley mit 12 Spielen in der Saison 2014/15.

Wirkt sich die Anstoßzeit auf WBTT-Wetten aus?

Die Anstoßzeit des Spiels kann ebenfalls relevant sein. Die Stichproben sind hier natürlich nicht gleich, da viele Begegnungen weiterhin samstags um 15:00 Uhr angestoßen werden. Dennoch ist es interessant, in einer Aufschlüsselung der Premier-League-Spiele der letzten Saison nach Anstoßzeit zu untersuchen, ob beide Teams trafen.

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Frühe Anstoßzeiten sind häufig sowohl für Fans als auch für die Spieler langweilig und uninteressant, und die Zahlen deuten darauf hin, dass in solchen Spielen auch eher selten beide Mannschaften treffen. Dies könnte an den Reisemodalitäten der Auswärtsmannschaft liegen, an der geringeren Vorbereitungszeit für beide Teams oder an vielen anderen Gründen.

Bei den Spielen mit Anstoß um 15:00 Uhr am Samstag trafen in 55,7 % der Fälle beide Mannschaften.

Da ungefähr die Hälfte der Spiele samstags um 15:00 Uhr stattfand und die andere Hälfte nicht, ist es interessant zu sehen, dass in 55,7 % der Spiele mit regulärer Anstoßzeit beide Mannschaften trafen, dies aber nur in 48,2 % der Spiele mit anderen Anstoßzeiten der Fall war. Dies sollte bei der Wettabgabe unbedingt berücksichtigt werden.

Optimistische Voreingenommenheit und Wetten auf „Werden beide Teams treffen?“

Wie bei allen Wetten ist es wichtig, sein Urteilsvermögen nicht durch Voreingenommenheit beeinflussen zu lassen. Dies gilt ganz besonders für einen Markt, bei dem ein verspringender Ball oder eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung zu einem glücklichen (oder je nach abgegebener Wette unglücklichen) Treffer führen kann.

Die Gefahr der optimistischen Voreingenommenheit bei WBTT-Wetten ist offensichtlich, wenn wir die Mannschaften mit den wenigsten Treffern mit den besten sechs in der Premier League vergleichen. Man könnte annehmen, dass Spiele zwischen Mannschaften mit geringer Trefferzahl (Aston Villa, Norwich und WBA) und den besten sechs Teams kein WBTT-Potenzial haben. In neun der achtzehn Begegnungen zwischen diesen Teams in der vergangenen Saison erzielten jedoch beide Teams Treffer.

Bei Pinnacle finden Sie die besten Quoten für WBTT-Wetten auf die fünf europäischen Top-Ligen, die Champions League und die Europa League.

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