Aug 2, 2019
Aug 2, 2019

Die größten Überraschungen und die unglücklichsten Teams der Premier League 2018/19

Die größten Überraschungen der Premier League

Die überraschendsten Wenden bei der erwarteten Torzahl (xG)

Welche Faktoren beeinflussen die erwartete Torzahl (xG)?

Die größten Überraschungen und die unglücklichsten Teams der Premier League 2018/19

In diesem Artikel geht es um die größten Überraschungen und die unglücklichsten Teams der Premier League in der Saison 2018/19. Dabei werden historische Quoten und Daten zur erwarteten Torzahl (expected goals, xG) untersucht.

Wenn man die oft extremen und kontroversen Kommentare betrachtet, die nach dem Abpfiff in den sozialen Medien gepostet werden, oder die aufgeregten Spielkommentatoren von einem „gnadenlosen Gemetzel“ reden hört, versteht man, weshalb viele Fußballfans davon überzeugt sind, dass sich auf dem Spielfeld fast jedes Wochenende eine unglaubliche Überraschung oder ein gnadenloser Untergang ereigne.

Hinzu kommt noch, dass die Fans gerne glauben, das gegnerische Team habe besonderes Glück, während die eigene Mannschaft stets entweder vom schlechten Schiedsrichter, unglaublichen Vorfällen oder absoluten Zufallstoren gebeutelt werde.

Doch anstatt sich auf derartige Übertreibungen einzulassen, sollten sich Wettfreunde lieber auf die nüchternen Daten verlassen, wenn es darum geht, ob ihr David gerade tatsächlich einen Goliath niedergerungen hat oder die Glücksfee wirklich das einzige war, was den Ausschlag zwischen beiden Mannschaften gegeben hat.

In diesem Artikel geht es um die größten Überraschungen der letzten Saison und die größten „Unglücksraben“ in der englischen Topliga. Dabei werden die von Pinnacle zugrundegelegten Quoten und die erwartete Torzahl (xG) für einzelne Spiele analysiert.

Alle in diesem Artikel erwähnten Statistiken stammen von Understat. Mit „TIEF“ werden in den Tabellen Pässe bezeichnet, die in einer Distanz von ca. 20 m zur Torlinie abgeschlossen werden, aber keine Flanken sind. Mit dem Begriff „erwartete Punktzahl“ (xPTS) wird die Punktzahl ausgedrückt, die eine Mannschaft auf Grundlage der Anzahl erwarteter Tore (xG) hätte erzielen müssen.

Dies sind die drei größten Überraschungen aus der Premier League in der Saison 2018/19

Manchester City 2-3 Crystal Palace

  • - Gündogan 1-0 27’ (xG 0,29)
  • - Schlupp 1-1 33’ (xG 0,5)
  • - Townsend 1-2 35’ (xG 0,1)
  • - Milivojevic (Elfmeter) 1-3 51’ (xG 0,76)
  • - De Bruyne 2-3 85’ (xG 0,01)

Manchester City – Crystal Palace

Manchester City

Mannschaften

Crystal Palace

2

Pos

15

WWWWLW

Form

LDWLLW

2

Tore

3

1,27

xG

1.15

19

Schüsse

5

5

Schüsse (aufs Tor)

3

16

TIEF

0

1,38

xPTS

1.30

Mit Blick auf die Pinnacle-Quoten sorgte das Auswärtsspiel von Crystal Palace beim späteren Meister Manchester City am 22. Dezember mit Sicherheit die größte Überraschung.

Mit einer Eröffnungsquote von 22,93 hatten die Gäste eine theoretische Siegeswahrscheinlichkeit von lediglich 4,4 %.

Manchester City betrat das Spielfeld dagegen als einzige Mannschaft der obersten sechs englischen Fußballligen mit einer Heimsiegquote von tadellosen 100 %. Zuvor hatte Crystal Palace schon 28 Jahre lang keinen Auswärtssieg bei City mehr errungen. Die letzten beiden Partien endeten mit einer Torbilanz von 5-0.

Nachdem die Quote von Crystal Palace bei Anpfiff noch 19,77 und die Siegeswahrscheinlichkeit damit 5,1 % betrug, lag das Team nach 27 Minuten bereits 1-0 zurück, nachdem Ilkay Gündogan eine Flanke von Fabian Delph wie aus dem Nichts per Kopfball verwandelte.

Für Manchester lief augenscheinlich alles nach Plan. Doch was dann geschah, verblüffte Fans, Wettfreunde und Buchmacher gleichermaßen.

Denn in nur acht Minuten gelang es Palace, das Kräfteverhältnis komplett umzudrehen.

Zunächst glich Jeffrey Schlupp mit einem scharfen Schuss von der Strafraumgrenze aus, bevor Andros Townsend mit einem erstklassigen Volleyschuss aus gut 25 Metern Entfernung das Tor der Saison gelang, nachdem Manchester nach einem Freistoß die Situation nicht in den Griff bekam.

In der Folge sank die Quote von Crystal Palace zunächst auf 4,55 (22 %) und dann auf 1,32 (75,80 %), nachdem Luka Milivojevic in der 51. Minute per Strafstoß das 3-1 erzielt hatte.

Die Underdogs gewannen das Spiel am Ende mit 3-2, nachdem Manchester nach dem Tor von Kevin De Bruyne in der 85. Minute noch einmal kurz Hoffnung geschöpft hatte.

Es war in vielerlei Hinsicht ein bemerkenswertes Spiel. Schließlich gingen die drei Tore von Crystal Palace auf zwei Schüsse von außerhalb der Strafraumgrenze und einen Elfmeter zurück. Ballbesitz in der Nähe von Manchesters Tor war dagegen kaum angesagt.

Newcastle 2-1 Manchester City

  • - Aguero 0-1 1’ (xG 0,44)
  • - Rondon 1-1 65’ (xG 0,09)
  • - Ritchie (pen) 2-1 79’ (xG 0,76)

Newcastle – Manchester City

Newcastle United

Mannschaften

Manchester City

17

Pos

2

DLDLLW

Form

LLWWWW

2

Tore

1

0.99

xG

1,34

7

Schüsse

12

2

Schüsse (aufs Tor)

4

2

TIEF

11

1.08

xPTS

1.59

Auch an der zweiten großen Überraschung der Saison war Manchester City am 29. Januar bei dem Auswärtsspiel im St. James’ Park beteiligt. Hier unterlag das Team mit 2-1 der Mannschaft von Newcastle United, die damals nur zwei Punkte von einem Relegationsplatz entfernt war.

Die „Magpies“ aus Newcastle hatten nur eines der sechs vorangegangenen Ligaspiele gewonnen und kaum jemand erwartete, dass sie den Titelchancen von Manchester City irgendetwas entgegenzusetzen hätten.

Am Wettmarkt drückte sich dies mit einer Eröffnungsquote von 11,75 für einen Sieg von Newcastle aus. Die Siegeschancen der Nordengländer beliefen sich damit auf lediglich 8,5 %.

Manchester City hatte von den letzten 22 regulären Spielen gegen Newcastle kein einziges verloren und lediglich dreimal unentschieden gespielt.

Bei Anpfiff lag die Quote von Newcastle bei 15,11 (6,6 %). Die Mannschaft legte einen denkbar schlechten Start hin, als Sergio Aguero nach nur 24 Sekunden einen Kopfballpass von David Silva ins Gehäuse zimmerte.

Anschließend lag Newcastle über eine Stunde lang hinten, bis der Stürmer Salomon Rondon dann nach 65 Minuten ausglich.

Derart durch die eigenen Fans und die ungewöhnlich beißfaule Mannschaft aus Manchester angestachelt, konnten die Spieler von Rafael Benítez in der 78. Minute dann sogar auf 2-1 erhöhen.

Nach einigem Hickhack im hinteren Spielfeld foulte Fernandinho nach einem Ballverlust dann Sean Longstaff.

Nach einer Wartezeit von über zwei Minuten, in der Torwart Ederson behandelt werden musste, knallte Matt Ritchie die Kugel dann anstandslos in den Kasten und stürzte die Anhänger von Newcastle damit in einen wahren Taumel.

Trotz des vielversprechenden Spielbeginns gelang es Manchester nicht, den gegnerischen Torwart Martin Dubravka nach dem letzten Torschuss in der 58. Minute noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Chelsea 0-1 Leicester City

  • - Vardy 0-1 50’ (xG 0,13)

Chelsea – Leicester City

Chelsea

Mannschaften

Leicester City

4

Pos

12

DLWLWW

Form

DDWDLL

0

Tore

1

2.40

xG

0,46

17

Schüsse

8

5

Schüsse (aufs Tor)

3

10

TIEF

5

2,68

xPTS

0,21

Wie durch einen merkwürdigen Zufall ereigneten sich zwei der drei größten Überraschungen in der Spielzeit 2018/19 an ein und demselben Tag, nämlich dem 22. Dezember. Im dritten Überraschungsspiel geht es um ein Auswärtsspiel von Leicester City aus dem Tabellenmittelfeld in Stamford Bridge, wo es gegen den Tabellenvierten Chelsea ging.

Das Team von Chelsea unter Maurizio Sarri war in der Saison zu Hause ungeschlagen und wurde deshalb stark favorisiert. Leicester City dagegen hatte seit dem Jahr 2000 nicht mehr in Stamford Bridge gewonnen. Die Eröffnungsquote lag dementsprechend bei 13,77 (7,3 %) und veränderte sich bis kurz vor Anpfiff lediglich auf 10,58 (9,5 %).

Chelsea gelang es nicht, den eigentlich guten Start auszunutzen und lag ab der 51. Minute zurück, nachdem Jamie Vardy einen Pass von James Maddison aus dem Strafraum am Torwart Kepa Arrizabalaga vorbei ins Tor drückte.

Anschließend schossen die Siegeschancen von Leicester von 9,82 (10,2 %) auf 2,8 (35,7 %) in die Höhe.

Leicester gelang es, dem großen Druck in den letzten Minuten des Spiels standzuhalten. Ein Kopfball von Antonio Rüdiger ging nach 89 Minuten nur knapp am Pfosten vorbei, und auch Marcos Alonso haute den Ball nur zwei Minuten später gegen den Pfeiler.

Die drei unglücklichsten Mannschaften der Premier League in der Saison 2018/19

Mithilfe der Statistiken zur erwarteten Torzahl (xG) kann man herausfinden, in welchen Partien die Diskrepanz zwischen der erwarteten Torzahl und dem tatsächlichen Endstand am größten war.

Da es in diesem Abschnitt um die größten Pechvögel der Premier League geht, werden nur Spiele berücksichtigt, bei denen Mannschaften trotz eines höheren xG-Werts kein Sieg gegen ihre in statistischer Hinsicht unterlegenen Gegner gelang.

Erwähnen sollte man der Vollständigkeit halber auch das Heimspiel von West Ham gegen Huddersfield vom 16. März, das mit 4-3 für West Ham ausging, obwohl die beiden Teams mit einer erwarteten Torzahl von 1,88 bzw. 1,67 eigentlich gleichauf lagen.

Schneidet eine Mannschaft schlechter oder besser ab als erwartet, spielen dabei immer mehrere Faktoren eine Rolle. Denn Glück allein reicht nicht aus.

Beispiele für diese Faktoren sind eine besondere Abschlussstärke (Kane), ein guter Torwart (de Gea) und die Spieltaktik (Atletico Madrid).

Fulham (xG 1,32) 1-5 (xG 1,14) Arsenal

  • - Lacazette 0-1 28’ (xG 0,43)
  • - Schürrle 1-1 43’ (xG 0,33)
  • - Lacazette 1-2 48’ (xG 0,02)
  • - Ramsey 1-3 66’ (xG 0,15)
  • - Aubameyang 1-4 78’ (xG 0,14)
  • - Aubameyang 1-5 90’ (xG 0,14)

Fulham – Arsenal

Fulham

Mannschaften

Arsenal

17

Pos

6

LWDLDL

Form

LWWWWW

1

Tore

5

1,32

xG

1,14

21

Schüsse

9

4

Schüsse (aufs Tor)

7

5

TIEF

12

1,50

xPTS

1,22

Als zweitletztes Team der Premier League mit nur 26 Punkten aus 38 Spielen konnte sich Fulham eigentlich nur bei sich selbst beschweren.

Nach dem Oktoberspiel gegen Arsenal war es dagegen nur verständlich, wenn sich die Mannschaft mehr als nur ein bisschen unglücklich wähnte, nicht doch noch ein ehrenvolles Unentschieden erzielt zu haben.

Das Spiel gegen die Gastmannschaft von Arsenal unter Trainer Unai Emery bleibt wohl vor allem wegen der ekstatischen Auswärtsfans und ihres Ausrufs „We’ve got our Arsenal back!“ (Wir haben unser Arsenal zurück!) in Erinnerung.

Doch die Fans aus London freuten sich im neunten Spiel ihrer Serie aus 22 Spielen ohne Niederlage offenbar ein wenig zu früh, denn der vielversprechende Saisonstart und die gute Form sollten schon bald der Vergangenheit angehören.

Am Ende lag Arsenal auf dem fünften Tabellenrang und damit einen Punkt von der ersehnten Championsleague entfernt, nachdem die Mannschaft nur zwei der letzten sechs Ligaspiele für sich entscheiden konnte.

Mit einer erwarteten Torzahl (xG) von lediglich 1,14 waren die Arsenal-Stürmer mit am Ende fünf Treffern zwar in Topform, konnten dieses extrem hohe Niveau letztlich aber nicht halten. Ein scheinbar unmöglicher Hackenschuss von Aaron Ramsey war der krönende Abschluss nach einem schnörkellos gespielten Konter.

Ein Vorteil von Arsenal (und ein Nachteil für Fulham) war möglicherweise auch die Leistung von Torwart Marcus Bettinelli, der in der ganzen Saison nur noch ein weiteres Ligaspiel bestreiten sollte: eine 2-4-Auswärtsniederlage gegen die Mannschaft aus Cardiff City, die ebenfalls in die zweite englische Liga abstieg.

Burnley (xG 1,89) 1-5 (xG 1,89) Everton

  • - Mina 0-1 1’ (xG 0,36)
  • - Digne 0-2 12’ (xG 0,07)
  • - Sigurdsson 0-3 21’ (xG 0,76)
  • - Gibson 1-3 36’ (xG 0,91)
  • - Digne 1-4 70’ (xG 0,02)
  • - Richarlison 1-5 92’ (xG 0,14)

Burnley – Everton

Burnley

Mannschaften

Everton

18

Pos

11

LLLWLL

Form

WLDDLL

1

Tore

5

1,32

xG

1,14

21

Schüsse

9

4

Schüsse (aufs Tor)

7

5

TIEF

12

1,50

xPTS

1,22

Burnley, das Kellerkind der Premier League, empfing am zweiten Weihnachtsfeiertag Everton aus dem Tabellenmittelfeld und hoffte auf ein Weihnachtswunder, um der Relegation noch einmal zu entkommen.

Burnley schloss auf Tabellenrang 15 ab und hatte allen Grund, sich nach dem Abpfiff zu fragen, wie genau man 5-1 gegen eine Mannschaft aus Everton verlieren kann, mit der man 90 Minuten lang auf Augenhöhe lag.

Die erwartete Torzahl (xG) beider Mannschaften lag mit 1,89 gleichauf. Angesichts einer erwarteten Punktzahl (xPTS) von 1,37 bzw. 1,33 wäre zu erwarten gewesen, dass Burnley mit einem Unentschieden einen dringend benötigten Punkt aus dem Spiel mitnehmen würde, anstatt vollkommen unverdient niedergemetzelt zu werden.

Doch leider bekam es Burnley mit dem Barcelona-Veteranen und linken Außenverteidiger Lucas Digne zu tun, der besonders intelligent aufspielte.

Der Franzose, der bei Everton später zum Spieler der Saison gekürt wurde, schoss nach 12 Minuten einen Freistoß mit dem linken Fuß an den eigentlich glücklichen Händchen von Joe Hart vorbei in den Kasten, obwohl ihm die Statistik nur 0,07 Tore zutraute.

Zwanzig Minuten vor Schluss verdoppelte Digne seine Bilanz dann sogar mit einem noch schöneren Tor, als er von weit außerhalb der Strafraumgrenze verwandelte, obwohl die erwartete Torzahl (xG) ganze 0,02 betrug.

Schon in der Nachspielzeit vergrößerte Richarlison die Misere von Burnely mit einem Tor mit dem linken Außenrist dann noch weiter. Hier betrug die erwartete Torzahl (xG) lediglich 0,14.

Bournemouth (xG 2,85) 3-3 (xG 0,98) Watford

  • - Deeney 13’ 0-1 (xG 0,04)
  • - Deeney 26’ 0-2 (xG 0,56)
  • - Ake 33’ 1-2 (xG 0,55)
  • - Wilson 36’ 2-2 (xG 0,04)
  • - Sema 37’ 2-3 (xG 0,04)
  • - Fraser 39’ 3-3 (xG 0,21)

Bournemouth – Watford

Bournemouth

Mannschaften

Watford

12

Pos

9

WLLWLL

Form

LDWWLD

3

Tore

3

2,85

xG

0.98

25

Schüsse

11

12

Schüsse (aufs Tor)

3

9

TIEF

9

2.56

xPTS

0,31

Watford und Bournemouth trennten am 2. Januar nur zwei Zähler und drei Tabellenplätze. Dass das Spiel in Bournemouth mit einem Unentschieden endete, war denn auch für viele Beobachter keine besondere Überraschung.

Doch die Realität sah etwas anders aus, denn die Heimmannschaft hatte großes Pech, nicht alle drei Punkte zu Hause zu behalten, obwohl sie 26 Minuten nach Spielbeginn bereits 2-0 hinten lag.

Alle sechs Tore, die in dieser Partie fielen, wurden in den ersten 39 Spielminuten geschossen. Troy Deeney eröffnete den Reigen mit einem perfekt sitzenden Kopfball, den er nahe am Fünfmeterraum absetzte. Die erwartete Torzahl (xG) betrug hier nur 0,04.

13 Minuten später baute Watford seinen Vorsprung mit einem unspektakulären Schuss weiter aus, bevor Nathan Ake für Bournemouth in der 33. Minute nach einer spektakulären Rettungsaktion des Torwarts Ben Foster per Kopfball einschenkte.

Nur drei Minuten später glich Bournemouth dann nach einem Freistoß von Ryan Fraser aus, den Callum Wilson mit einem spektakulären Kopfball verwandelte. Die erwartete Torzahl (xG) des Auslandsspielers belief sich hier auf lediglich 0,04.

In einem der unterhaltsamsten Spiele der gesamten Saison gewann Watford unmittelbar darauf wieder die Oberhand, als Ken Sema von außerhalb des Strafraums per Dropkick das Tor traf, obwohl die erwartete Torzahl (xG) auch bei dieser Aktion nur 0,04 betrug.

Zwei Minuten später glich Ryan Fraser dann für die Heimmannschaft mit dem letzten Tor der Partie wieder aus.

Obwohl also Bournemouth zu keiner Zeit vorne lag, lag die erwartete Torzahl dieser Mannschaft mit 25 Schüssen, von denen zwölf aufs Tor gingen, bei 2,85. Im Vergleich zu den 0,98 erwarteten Toren von Watford hätte dieser Vorsprung ausreichen müssen, um bequem den Sieg davon zu tragen.

Die Wahrheit ist komplizierter

Natürlich ist es interessant, sich die größten Überraschungen und Pechvögel der Liga genauer anzuschauen. Trotzdem sollte man auf dieser Grundlage nicht auf die Erfolgschancen einer bestimmten Mannschaft schließen.

Denn ein einzelnes Spiel sagt nur sehr wenig darüber aus, wie eine Mannschaft langfristig abschneidet und enthält zu viel statistisches Rauschen, als dass sich präzise Vorhersagen daraus ableiten ließen. Wenn man allerdings über einen längeren Zeitraum (und eine größere Anzahl an Spielen) hinweg Muster beobachtet, lohnt sich eine genauere Analyse durchaus.

In der kommenden Saison kann man anhand der erwarteten Torzahl (xG) einschätzen, welche Mannschaften überraschend leistungsstark sind und welche hinter den Erwartungen zurückbleiben – und ob sie sich wieder dem statistischen Mittelwert annähern. Das ist insbesondere für Prognosen zu Beginn und in der Mitte der Saison hilfreich.

Außerdem sollte man sich die Quotenentwicklung im Vorfeld einzelner Spiele genauer ansehen.

Um herauszufinden, ob die Quoten den tatsächlichen Gegebenheiten angemessen sind, kann man sich eine Stunde vor Anpfiff die Quoten bei Pinnacle ansehen.

Die kommende Saison beginnt schon in wenigen Tagen. Vergessen Sie nicht, sich bei Pinnacle die besten Quoten für die Premier League und hilfreiche Tipps für Ihre Sportwetten zu holen.

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Die Wettressourcen von Pinnacle sind eine der umfangreichsten Sammlungen von Expertenratschlägen zum Thema Wetten im Internet. Sie richten sich an alle Erfahrungslevel mit dem Ziel, den Wettenden wertvolles Wissen zu vermitteln.