Sep 20, 2016
Sep 20, 2016

Die Rolle der Unbeständigkeit beim Ryder Cup

Die Rolle der Unbeständigkeit beim Ryder Cup
Beständigkeit ist das wichtigste Kriterium, wenn man den Wert eines Spielers bewerten will, doch der Ryder Cup und sein Format stellen alles, was du über die Vorhersage der Gewinner bislang wusstest, auf den Kopf. Hier erfährst du, warum exzentrische Golfer beim Ryder Cup mit höherer Wahrscheinlichkeit erfolgreich sind als Golfer mit einer gleichbleibend guten Historie.

Das Erste, was man beim Wetten auf den Sieger eines Golfturniers berücksichtigen muss, ist das Format des Wettbewerbs. Die beiden wichtigsten Golfformate sind das Zählspiel („Stroke Play“) und das Lochspiel („Match Play“), und es ist wichtig, die Unterschiede zwischen diesen beiden Formen zu kennen, ehe du entscheidest, worauf du dein Geld setzt.

Im Zählspiel werden die Schläge der Golfer erfasst, und der Spieler mit der niedrigsten Schlagzahl gewinnt. Das bedeutet, dass eine schlechte Leistung an einem Loch, wie eine Sieben bei Par Vier, die Chancen eines Spielers auf den Sieg direkt zunichte machen kann.

Beim Lochspiel wird jedes Loch separat gespielt. Der Spieler mit der niedrigsten Schlagzahl an einem Loch gewinnt das jeweilige Loch, und die Anzahl der im Gesamtspiel gewonnenen Löcher bestimmt den Gesamtsieger. Daher schlägt eine schlechte Leistung an einem Loch weniger zu Buche. Wenn ein Spieler drei Schläge braucht, ist es egal, ob der andere vier oder 24 Schläge braucht.

Das Format des Ryder Cup

Während die meisten Golf-Wettbewerbe als Zählspiel über 72 Löcher durchgeführt werden, umfasst der Ryder Cup, in dem sich Europa und die USA gegenüberstehen, 28 Lochspielwettbewerbe über 18 Löcher, an denen Spieler, die aus den beiden Teams mit jeweils zwölf Spielern ausgewählt werden, gegeneinander antreten. 

Während ein unvorhersehbarer Spieler es bei einer einzelnen Begegnung mit einem Spieler mit gleichbleibender Leistung in Fourball-Begegnungen schwer hat, sind unvorhersehbare Spieler gegenüber einem Team mit einer stabilen Historie deutlich favorisiert.

Eine Besonderheit des Ryder Cup besteht darin, dass es an den ersten beiden Tagen vier sogenannte Fourball-Spiele gibt, bei denen sich jeweils zwei Golfspieler jedes Teams direkt gegenüberstehen. Jeder Golfer spielt das gesamte Spiel über mit seinem eigenen Ball, sodass jederzeit vier Bälle im Spiel sind. Der Gewinner wird durch den Vergleich der Teammitglieder mit den niedrigeren Schlagzahlen ermittelt.

Gerade wegen dieser Besonderheit ist beim Wetten auf den Ryder Cup ein anderer Ansatz erforderlich. Während die unbeständige Leistung bei Wettbewerben nach dem Zählspiel-Format ein großer Nachteil ist, haben die Statistiken gezeigt, dass in dieser Form des Golfspiels gilt: Je unbeständiger die Leistung der Spieler ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie das Turnier gewinnen. 

Der Effekt der Beständigkeit im Golf

In seinem Buch „Taking Chances“ untersucht John Haigh, welchen Vorteil eine unbeständige Leistung einer Mannschaft bringen kann. Um sein Modell zu bemessen, geht er davon aus, dass ein Spieler an jedem Loch einen Eagle, Birdie, Par oder ein Bogey schlägt, und er nimmt zwei Spieler als Grundlage. Spieler A erzielt sehr beständige Ergebnisse, während Spieler B wechselhafter spielt. Die folgende Tabelle zeigt ihre jeweilige Leistung für jede Ergebnisart.

 

Eagle

Birdie

Par

Bogey

Spieler A (beständig)

5 %

10 %

80 %

5 %

Spieler B

(unvorhersehbar)

10 %

20%

40 %

30 %

Basierend auf diesen Daten können wir bewerten, was in einem einzelnen Spiel zwischen ihnen passiert, indem wir jede Kombination der Werte prüfen. Die Mathematik legt nahe, dass in 36 % der Fälle beide Spieler die gleichen Punktzahlen erzielen, der beständige Spieler (A) etwa 35,5 % der Löcher gewinnt und der unvorhersehbare Spieler (B) etwa 28,5 % der Löcher gewinnt, so dass der beständige Spieler (A) einen kleinen, aber gleichbleibenden Vorteil gegenüber dem unvorhersehbaren hat.

Warum exzentrische Golfer bei Fourball-Spielen Favoriten sind

Wie ändern sich die Dinge aber, wenn zwei beständige Spieler zwei unvorhersehbaren Spielern gegenüberstehen? Die Verteilung der besseren Werte an jedem Loch für jedes Team wird in der folgenden Tabelle berechnet:

 

Eagle

Birdie

Par

Bogey

2 beständige Spieler (A)

9.75%

18%

72%

0.25%

2 unvorhersehbare Spieler

19 %

32 %

40 %

9 %

Was sofort deutlich wird, ist die drastische Abnahme der Anzahl von Bogeys für die unvorhersehbaren Spieler von 30 % auf gerade einmal 9 % und die Leistung von mehr als 40 % bei Par.

Die Berechnungen zeigen, dass das unvorhersehbare Team 41 % der Löcher gewinnt, 36 % unentschieden bleiben und das beständige Team nur 23 % der Löcher für sich entscheidet.

Während ein unvorhersehbarer Spieler es bei einer einzelnen Begegnung mit einem Spieler mit gleichbleibender Leistung etwas schwerer hat, sind unvorhersehbare Spieler im Team gegenüber einem Team mit einer stabilen Historie deutlich favorisiert.

Das Team USA hat zwei der letzten drei Veranstaltungen auf heimischem Boden verloren, doch ist es damit unvorhersehbar genug, um seinen Niedergang beim Hazeltime National Golf Club in Minnesota im September zu stoppen?

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