Mai 7, 2019
Mai 7, 2019

Adverse Selektion: Was Sie vor dem Wetten bedenken sollten

Was ist adverse Selektion?

Adverse Selektion in Wettmärkten

Tippgeber und adverse Selektion

Adverse Selektion: Was Sie vor dem Wetten bedenken sollten

Die einzige Partei, die Zugriff auf wirklich alle Informationen hat, ist der Wettanbieter. Warum besitzen Wettanbieter alle Informationen? Warum sollten Wettende die adverse Selektion bedenken, bevor sie eine Wette abschließen? Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.

Was ist adverse Selektion?

Adverse Selektion tritt in Märkten auf, in denen Käufer und Verkäufer in unterschiedlichem Grad über die gehandelte Ware informiert sind.

Dieses Konzept wurde von George A. Akerlof entwickelt und in seinem berühmten Werk „The Market for Lemons“ erklärt, in dem es um den Gebrauchtwagenmarkt ging. Akerlof fand heraus, dass potenzielle Käufer nicht in der Lage waren, zwischen Wagen von hoher Qualität und sogenannten „Montagswagen“ von geringerer Qualität zu unterscheiden.

Wenn ein Käufer im Gegensatz zum Eigentümer nicht über die Qualität eines bestimmten Autos informiert ist, wird er nicht bereit sein, den Preis für einen Qualitätswagen zu zahlen.

Dieses Phänomen treibt den Marktpreis schließlich unter den Erlös, den ein Verkäufer für einen Qualitätswagen erzielen möchte. Das hat zur Folge, dass nur Montagswagen verkauft werden. Dadurch kann es zum Zusammenbruch eines Marktes kommen.

Adverse Selektion in Wettmärkten

Das Herzstück eines jeden Wettmarktes sind asymmetrische Informationen. Naturgemäß weiß der Wettanbieter im Allgemeinen mehr über die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses als der Wettende.

Dies liegt daran, dass der Anbieter durch seine Kunden Zugriff auf alle im Markt verfügbaren Informationen hat und deshalb über den kompletten Überblick verfügt. Der Wettende hat im Normalfall weniger Informationen, und diese sind auch noch von schlechterer Qualität.

Der Wettende hat somit das Problem der adversen Selektion, da er gegenüber dem Anbieter im Informationsnachteil ist. Der Verkäufer (Wettanbieter) hat den vollständigen Überblick und eine gute Vorstellung davon, wie viel die Wette wert ist. Eine Wette in diesem Stadium unterscheidet sich nicht von einem von Akerlofs „Montagswagen“.

Warum existieren immer noch Wettmärkte?

In Akerlofs Szenario hat die Zurückhaltung der Verkäufer von Qualitätswagen zur Folge, dass die Käufer das Vertrauen in den Markt verlieren und damit den Zusammenbruch des Marktes herbeiführen. Wenn die Informationen im Wettmarkt ähnlich ungleich verteilt sind, warum hören die Wettenden nicht einfach auf zu wetten?

Für einige Beobachter lautet die Antwort schlicht, dass das Wetten eine irrationale Tätigkeit ist, dass die Wettenden übersteigertes Selbstvertrauen zeigen oder dass die Freude am Wetten die Verluste des Wettenden überwiegt.

Allerdings wissen wir ja, dass manche Wettende profitabel wetten , also ist es wahrscheinlich die Verlockung, unter den „Montagsautos“ einen Qualitätswagen zu finden, der die Wettenden immer wieder zurückkommen lässt.

Die Anwendung der adversen Selektion auf das Wetten

Hier gibt es einige Anwendungen für Wettende, die sich bewusst sind, dass sie sich in einem Markt für Montagsautos befinden. Fragen Sie sich vor einer Wette, was Sie bedenken würden, wenn Sie einen Gebrauchtwagen kaufen würden.

Bedenken Sie optional Folgendes: Warum sollte ein Käufer einen Gebrauchtwagen kaufen wollen, wenn der Verkäufer ihn unbedingt zu diesem Preis verkaufen möchte? Schließlich weiß der Verkäufer mehr über den Wagen. Fragen Sie sich auf dieselbe Art, warum Sie eine Wette „kaufen“, die der Buchmacher, der über alle Informationen verfügt, Ihnen verkaufen möchte. 

Haben Sie genug Informationen, um diesen Nachteil auszugleichen? Wenn nicht, denken Sie zuerst darüber nach, warum Sie die Wette abschließen.

Verkaufen Tippgeber Montagswagen oder Qualitätsautos?

In einem Markt voller Montagswagen ein Qualitätsauto zu finden ist eine hochgeschätzte Fähigkeit.

Der Bedarf an genauen Prognosen ist unersättlich, während zuverlässige Tippgeber dünn gesät sind. Die Lücke zwischen Bedarf und Erfüllung schafft Möglichkeiten für skrupellose Einflüsterer, die verzweifelte Kunden glauben lassen, dass sie Informationen erhalten, die sonst nirgendwo zu bekommen sind.

Dadurch können Tippgeber von sehr unterschiedlicher Qualität ihre Dienste auf dem Wettmarkt anbieten. In einer ähnlichen Situation zu Akerlofs Gebrauchtwagenmarkt könnte argumentiert werden, dass schlechte Tippgeber die guten verdrängen, indem sie die Gesamtqualität der auf dem Markt erhältlichen Prognosen senken, sodass alle Tippgeber als unzuverlässig wahrgenommen werden.

Aus diesem Grund ist es wichtig, die Daten von Tippgebern zu analysieren. Der Gebrauchtwagenmarkt funktioniert ohne Standardprüfungen und Kundenschutz, häufig in Form von gesetzliche gesicherten Garantien, nicht effizient.

Ein guter Tippgeber muss die Asymmetrien zwischen ihm selbst und dem Wettenden reduzieren und de Gründe für seine Profitabilität offen benennen können, damit Kunden die Chance haben, entsprechend zuverlässige "Qualitätswagen" finden können. Alles andere deutet darauf hin, dass der Tippgeber auch nur "Montagswagen" anzubieten hat.

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